Die allseits beliebte Homepage Leon Haardts Lonely Hearts Club bietet einen multimedialen Marktplatz für alles Überflüssige, Sinnlose, Irr- und Surreale, grenzt sich aber kategorisch ab von wirren Irren, entrückten Verrückten und gefloppten Bekloppten.

Satirebilderbuch 2007-09 

 Berliner Riesenrad-Gigantomanie 
"Die gute Nachricht: Der Bau des 175 m hohen Aussichtsrades am Bahnhof Zoo soll 2010 beginnen." Das behauptet Birgitt Eltzel in der Berliner Zeitung vom 5. Novemer 2009 (S. 26). Für wen diese Verschandelung der City-West eine gute Nachricht sein soll, verrät sie allerdings nicht. Wahrscheinlich nur für die Betreiber, die Great Berlin Wheel GmbH & Co KG, die sich davon einen enormen Reibach durch neverending Touristenströme verspricht. 1000 Personen sollen in den Gondeln untergebracht werden können. Das sind vermutlich 12000 Euro. 10000 Besucher bringen 120000 Euro am Tag. Das macht vermutlich 50 Millionen Euro pro Jahr. Spätestens in fünf Jahren haben sich die Investitionskosten amortisiert. Dann wird ordentlich abkassiert.
5. November 2009
Ich kenne jedenfalls niemanden, der diesen Standort für geeignet hält. Dabei gibt es einen geeigneten. Es ist der von Rolf Eden vorgeschlagene Vergnügungspark auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Nur dieses Areal ist zentral gelegen und hat eine Flächengröße, die problemlos die doppelte Höhe des Europa-Centers verkräften kann. Da wäre dann immer noch genug Platz für ein Disney World und andere Touristenattraktionen.
Am Bahnhof Zoo stehend, wird es die Möchtegern-Skyline konkurrenzlos dominieren. In kürzester Zeit wird es zum ultimativen Wahrzeichen avancieren, das Gedächtniskirche und Europa-Center in den Schatten stellen wird. Endlich ein Wahrzeichen, das man nicht mehr mit der unheilvollen Geschichte von Groß-Berlin, nicht mehr mit der morbiden Subkultur von West-Berlin verbindet. Ein modernes, identifikationsfreies Wahrzeichen der Globalisierung, denn es könnte in jeder Millionenstadt der Welt stehen. Bleibt zu hoffen, dass es eines Tages nicht vom Jetstream umgekippt wird und dem armen Knut oder einem Nachfolger auf den Kopf fällt.
 
Pussy: Rammeln mit Rammstein 
Pussy (englische Bezeichnung für eine weibliche Hauskatze) steht auch für
ein Dorf im französischen Savoien;
eine Comic-Serie des belgischen Zeichners Peyo;
Vulva oder Vagina, was dem deutschen Muschi entspricht
einen abwertenden Begriff im HipHop-Jargon;
einen Song auf dem Studioalbum Liebe ist für alle da der Gruppe Rammstein (2009)
14. Oktober 2009 - Single <Pussys>
Rammstein, der Berliner NDH-Vertreter der Neuen Deutschen Härte mit seinen unmoralischen Texten und seinem brachialen Musikstil, hat seinem 15-jährigen Tanzmetall-Schaffen mit dem pornoträchtigen Pussy-Video die Krone aufgesetzt. Mittlerweile macht der Sänger & Frontman Till Lindemann v.a. damit Schlagzeilen, dass er es mit der über ein Vierteljahrhundert jüngeren Schauspielerin Sophia Thomalla treibt. Für einen gestandenen Mann ein gefundenes Fressen! Aber, wen wundert's: schon die früher nicht minder attraktive Tatort-Mutter Simone hatte einen Hang zu Promimatchos [Rudi Assauer]. Das unzensierte Originalvideo findet ihr unter <MuVi ab 2000>.
 
Anti-AIDS-Werbekampagne: HIV & Hitler 
Hitler ist immer ein Thema. Die TV-Dokumentationen über das Dritte Reich, die Nazis, den Zweiten
Weltkrieg, den Führer und seine Vasallen sind Legende. Nach wie vor umstritten ist ja, welche Mord-
aufträge von ihm höchstselbst stammen. Ihn mit Bazillen oder Viren zu vergleichen, ist allerdings ein
Novum, zumal er sich ja gerne in der Öffentlichkeit gezeigt hat.
30. September 2009
 
Die Botschaft lautet: HIViren sind wie Hitler: Massenmörder. Der eine hat dafür Gaskammern benutzt, die anderen setzen das Immun-Defektsyndrom AIDS [Acquired Immune Deficiency Syndrome] ein.  Genau so könnte man zum Beispiel auch die Atombombenabwürfe auf Hiroschima und Nagasaki mit einem Meteoriten- einschlag vergleichen - oder eine Heuschrecken- plage mit den Kreuzzügen oder das Abschlachten der Präriebisons mit dem osmanischen Völkermord an den Armeniern oder Hitlers Gaskammern mit der Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft .... Aber perverse Reklame ist ja immer besser als gar keine! Dabei geht es wirklich um eine seuchenartige Massenerkrankung: 2008 lebten auf der Welt etwa 33 Millionen HIV-positive Menschen. 2,7 Millionen HIV-Neuinfektionen standen etwa zwei Millionen Todesfälle infolge von Lymfknotenschwellungen. Ekzemen, Tumoren und anderen Aids-Syndromen gegenüber. Das Virus wird durch Kontakt mit den Körperflüssigkeiten Blut, Sperma (auch Präejakulat), Vaginalsekret sowie Muttermilch und Nervenwasser (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) übertragen. Als häufigste Infektionswege sind zu nennen: der Anal- oder Vaginalverkehr ohne Verwendung von Kondomen und die Benutzung unsteriler Spritzen beim intravenösen Drogenkonsum. Eine Ansteckung bei Oralverkehr ist vor allem möglich, wenn Sperma oder Menstruationsblut auf die Mundschleimhaut gelangt. Bluttransfusionen sind ebenfalls eine mögliche Infektionsquelle. Präservative ["Tina, wat kosten die Kondome?"] sind also nur bei Geschlechtsverkehr eine wirksame Schutzmaßnahme. In Krankenhäusern und Kliniken verwendetes Spenderblut ist theoretisch weltweit virenfrei. Ansonsten gilt nicht die Devise: Askese ist Käse, sondern: Enthaltsamkeit ist der beste Schutz.
 
 
 
 Gipsy Swing meets Rockabilly 
 
Kitty, Saisy & Lewis sind die namengebenden Familienmitglieder einer 3-5-köpfigen Rockabilly-Band aus Kentish Town, einem Londoner Stadtteil. Sie besteht aus den 3 Geschwistern sowie ihren Eltern Ingrid Weiss (Kontrabass) und Graeme Durham (Gitarre). Ihre Musik ist inspiriert von R&B, Gipsy Swing, Boogie, Country und Rock'n'Roll der 1940- & -50er-Jahre (Django Reinhardt lässt grüßen).
14. September 2009 - Kitty, Daisy & Lewis bei <3 nach 9>
Die drei Cockney Slang sprechenden und singenden Multiinstrumentalisten spielen etwa ein Dutzend verschiedene Instrumente, vorzugsweise Gitarre (Kitty, Lewis), Klavier (Daisy, Lewis), Akkordeon (Daisy), Ukulele (Kitty), Banjo (Kitty, Lewis), Hawaii-Gitarre (Lewis), Posaune (Kitty), Xylofon (Daisy), Mundharmonika (Kitty) und Schlagzeug (Daisy, Kitty, Lewis). 2005/06 wurden die ersten, im eigenen Heimstudio produzierten Singles auf dem Indi-Label „Sunday Best“ veröffentlicht. 2007 erschien das erste Album „The Roots of Rock’n’Roll“. Zu den zahlreichen, bejubelten Live-Auftritten gehören u.a. die bei "One Shot Not" (Arte) und "III nach 9" (Radio Bremen) im Jahr 2010. Letzterer kann - ohne das nervtötende Roche-Interview - bei Leon Haardts Lonely Hearts Club unter MuVi ab 2000 bestaunt und genossen werden.
Die fünf Vollblutmusiker haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Auf der Bühne verstehen sie sich blind - ein Vorteil der Familienbande. Wenn Kitty kurz lächelt, lächelt sofort auch die hinter ihr stehend Daisy, ohne das Gesicht ihrer Schwester sehen zu können. Verwandtschaft, Musikstil und äußeres Erscheinungsbild wecken stark den Eindruck, dass das <Zigeunerhafte> - besonders der beiden Schwestern - nicht nur den persönlichen Modegeschmach oder ein Bandimage zum Ausdruck bringt. Der Anzug und Krawatte tragende Lewis hält sich in dieser Beziehung  - von der Elvis-Tolle einmal abgesehen - derzeit noch zurück. Dass aber ein oder beide Elternteile ihre Roots bei den Sinti oder Roma haben, wäre wahrlich kein Wunder. Leider gibt das Internet darüber keine Auskunft. Aber in naher Zukunft wird man sicher mehr von diesen drei jungen, außergewöhnlichen Talenten hören und sehen. Ich hoffe, dass sie eine ihrer Tourneen nach Berlin führt. Dieses musikalische Erlebnis darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
 
 Doping-Weltmeister: Jamaikaner tricksen alle aus 
Illegale Praktiken und chemischen Schnellmacher haben seit Jahrzehnten entscheidenden Anteil am Sieg in den Doping-Sportarten, wie Schwimmen, Leichtathletik, Radfahren, Rudern oder Gewichtheben. Nicht nur, dass in weiten Teilen der Welt keine Blutkontrollen stattfinden und Afrikas Laufelite somit ungestört ihre Ausdauerleistung verbessern kann, auch bei Jamaikas Sprintern existiert bis heute kein Doping-Kontrollsystem. Sportler nehmen heutzutage Mittel, die Labore nicht mehr finden können. Und wenn doch: Einige WADA-Labore sind erwiesenermaßen bestechlich.
23. August 2009
Die den TV-Kommentatoren unaufhörlich geforderten Rekorde haben eine Doping-Entwicklung in Gang gesetzt, die in ihrem Lauf werder Ochs noch Esel aufhalten können. Auch nicht die Kommentatoren Sigi Heinrich und Dirk Thiele, die seit 1993 bei Eurosport unbeirrt Weltekorde, Goldmedaillen und andere Wahnsinnsleistungen bejubeln, die ohne leistungssteigernde Substanzen nicht möglich sind. Bereits vor 50 Jahren lief Armin Hary die 100 m in 9,9 sec. Weil die Zeitnehmer diese Fabelzeit für unmöglich hielen, einigte man sich auf 10,0 sec. Seit dieser Zeit ist kein Mensch schneller geworden. Auch keiner mit dunkler Hautfarbe. Wer heute in den genannten Sportarten noch an saubere Rekorde glaubt oder diese dem Publikum vorgaukelt, ist entweder ein korrupter Heuchler oder mit Blindheit geschlagen. Die derzeitigen Dopingkontrollen sind eine schreiende Ungerechtigkeit. Denn es gibt sechs Kategorien von Sportlern: die ersten dopen nicht, fahren hinterher und finden keine Sponsoren, die zweiten dopen nicht und sind trotzdem erfolgreich, die dritten dopen und werden nicht kontrolliert, die vierten dopen, ohne dass man ihre verwendeten Substanzen nachweisen kann, die fünften werden erwischt, aber nicht bestraft und die sechsten werden erwischt und erhalten ein zeitlich begrenztes Berufsverbot. Letztere sind die armen Schweine, die Sündenböcke, die ab und zu der Öffentlichkeit präsentiert werden müssen, damit das Betrugssystem fortgesetzt werden kann.
Sheri-Ann Brooks (26): positiv getestet auf das Stimulans Methylxanthin - wegen Unregelmäßigkeiten freigesprochen
Man hat bei der Weltfinanzkrise gesehen, wohin es führt, wenn wirksame Kontrollen nicht möglich oder nicht erwünscht sind. Die Konsequenz kann nur lauten: schafft die Dopingkontrollen ab. Lasst erwachsene Profisportler unter ärztlicher Aufsicht nehmen, was sie wollen. Wenn dann nach wenigen Jahren die manipulierten Bestleistungen ausgereizt sind, helfen nur noch gentechnische Optimierungen. Dann werden Schwimmhäute zwischen den Fingern Hightech-Schwimmanzüge schnell in Vergessenheit geraten lassen.
 

 Zwitter: Talking about hermAFROtitten-vags 
„Its not something that I’m ashamed of, just isn’t something that I go around telling everyone. I have both: male and female genitalia, but i consider myself a female. It's just a little bit of a penis and really doesn’t interfere much with my life.The reason I haven’t talked about it is that it's not a big deal to me, its not like we all go around talking about our vags. I think this is a great opportunity to make other multiple gendered people feel more comfortable with their bodies. I’m sexy, I have both: a poon and a peener.“

22. Juni 2009
Der 18-jährige Hermafrodite hat innenliegende Hoden statt Eierstöcke und keine Gebärmutter. Bei einem vom Leichtathletik-Weltverband IAAF in Auftrag gegebenen Geschlechtstest wurde ein dreifach höheres Testosteron-Niveau als bei Frauen üblich festgestellt. Caster hatte das 800-Meter-Finale bei den Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion mit einem geradezu unheimlichen Vorsprung gewonnen.

Das Wort Hermaphrodit ("zweigeschlechtliches Wesen") leitet sich von Hermaphroditos ab, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Ovid beschrieb in seinen Metamorphosen, wie aus dem Sohn Aphrodites und Hermes' durch die feste Umarmung der verliebten Nymphe Salmakis ein zweigeschlechtliches Wesen entstand.
Südafrikas Sportminister Makhenkesi Stofile reagierte auf die internationalen Medienberichte drastisch: "Wir sind geschockt und empört über die Resultate des Geschlechtstests der IAAF", sagte er auf einer Pressekonferenz in Pretoria. Sollte die  IAAF versuchen, Semenya von internationalen Wettkämpfen auszuschließen, führe dies zum "Dritten Weltkrieg".
 
 Rudel fetter Katzen: die in Geld schwimmen 
Herr Ackermann von der Deutschen Bank besucht am zweiten Weihnachtstag Herrn Wiedeking von Porsche. Auf dem Weg zum Essen unterhalten sie sich über die Verwendung ihrer Gehälter und Boni. Wiedeking zu Ackermann: “Was haben Sie denn mit Ihrem Bonus gemacht?” Ackermann: “Ich habe meiner Frau ein Brilliant-Armband und ein Golf-Resort in Portugal geschenkt.” Wiedeking: “Und der Rest?” “Den Rest habe ich in Aktien und Optionen angelegt.” Ackermann zu Wiedeking: “Und was haben Sie mit Ihren Gratifikationen gemacht?” Wiedeking: “Ich habe den Kindern je eine Villa auf Ibiza geschenkt. Und meine Frau bekommt jetzt ihren eigenen Privatjet.” Ackermann: “Und der Rest?” “Vom Rest kaufe ich mir eine neue Yacht und dazu eine passende Insel in der Südsee”. Dann wendet sich Ackermann an seinen Fahrer: “Herr Müller, was haben Sie denn mit dem Weihnachtsgeld gemacht?” Müller: “Ich habe mir einen neuen Wintermantel gekauft”. Ackermann und Wiedeking unisono: “Und der Rest?”. Müller: “Den Rest gibt die Oma dazu.”
5. Januar 2009 
Siemens hat seinem neuen Chef Peter Löscher zum Start 8,5 Millionen Euro bereitgestellt, damit er den Job überhaupt antritt. Henning Kagermann kam 2006 auf eine Jahresvergütung von 9,03 Millionen Euro - für den Chef des Softwarekonzerns SAP ein Plus von mehr als 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Elf Millionen Euro Grundgehalt, Bonus, Aktienrechte und Optionen kassierte Josef Ackermann, der Schweizer Vorstandschef der Deutsdschen Bank 2003 - fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor - ein Spitzengehalt im internationalen Vergleich. UBS-Chef Peter Wuffli bezog ein Salär in Höhe von 13,9 Millionen Euro. Das Führungsduo der Credit Suisse, Oswald Grübel und John Mack, strich pro Person 15,4 Millionen Euro ein. Der Ex-Postchef und vorbestrafte Steuerbetrüger Klaus Zumwinkel hat sich seine Pensionsansprüche in Höhe von fast 20 Millionen Euro auf einen Schlag auszahlen lassen. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking konnte 2006 geschätzte 56 Millionen Euro Jahresgehalt verbuchen. Oracle-Chef Larry Ellison soll in in drei Jahren (2001-03) 746,7 Millionen Dollar an Gehalt eingestrichen haben. Apple-Chef Steve Jobs, der auf Gehalt verzichtet, hat allein aus Aktienoptionen 74,8 Millionen Dollar erlöst. Microsoft-Gründer Bill Gates hat 2003 inklusive Bonus rund 865 Millionen Dollar erhalten. Aktienoptionen haben weder er noch sein CEO Steve Ballmer erhalten, der auf nahezu dasselbe Gehalt kam.

Sind Ackermann & Co. ein Rudel fetter Katzen, wie sich überbezahlte Konzernführer im Kapitalmarktjargon beschimpfen lassen müssen? Der Bonus, der dem Porsche-Chef bezahlt wird, macht mehr aus als die Bonus-Zahlungen für die Gesamtbelegschaft zusammengenommen. Von einer Abfindungssumme, wie sie einem gescheiterten Manager gezahlt wird, könnte man ein halbes Dutzend Bundeskanzler entlohnen. Warum darf eigentlich ein Franck Ribéry moralisch unbescholten vermutlich vier Millionen Euro (netto) einstreichen, damit er für den FC Bayern dribbelt, ein Michael Schumacher (allein im Jahr 2004 zirka 65 Millionen Euro) Aberhunderte Millionen Euro dafür anhäufen, dass er für Ferrari im Kreis gefahren ist? Insgesamt acht Millionen Euro mehr als Schumacher verdiente im selben Jahr der amerikanische Ausnahmegolfer Tiger Woods (73 Millionen Euro). Und das, obwohl er lediglich vier Millionen Euro an Preisgeldern einheimsen konnte. Dutzende weiterer Profisportler verdienen jährlich zweistellige Millionenbeträge.
Nicht zu vergessen: die Showstars aus dem Musikgeschäft und der Filmbranche. Tom Cruise verdiente in 12 Monaten (2007/08) 13, Alicia Keys 15, Gwyneth Paltrow 25, Jennifer Aniston und Gwen Stefani 27, Brangelina 34, Nicolas Cage 38, Bruce Willis 41, Justin Timberlake 44, Leonardo di Caprio 45, Cameron Diaz 50, Eddie Murphy 55, Johnny Depp 72, Will Smith und Beoncé Knowles 80 Millionen US-Dollar. Der absolute Topverdiener 50 Cent kassierte in einem Jahr das 300-millionenfache seines Namens (150 Millionen US-Dollar). Madonnas Vermögen wird auf 600, Chers auf 750 Millionen US-Dollar geschätzt.
Für die „Na und“-Sager: In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Volksvermögen in Deutschland fast verdreifacht. Wir könnten leben wie im Schlaraffenland. Aber: zehn Prozent der Bevölkerung halten inzwischen mehr Besitz in Händen als 60 Prozent der übrigen. Und so haben wir über zwei Millionen Kinder, die in Armut aufwachsen, und etwa 15 Millionen Menschen, die mit Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung und Minirenten zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben haben.
 
 Weltfinanzcrash: 700000000000 $ plus 1500000000000 € 
Die katastrophalen Ausmaße der weltweiten Eigendynamik der Finanzmärkte kann man mit denen in den 1920er Jahren vergleichen, die damals zum Zusammenbruch der Weltwirtschaft geführt hatten. Besonders gravierend für die US-Volkswirtschaft ist die Tatsache, dass dort die meisten Arbeitnehmer ihre Altersversorgung fast ausschließlich in privaten (spekulierenden) Pensionskassen angelegt haben. Die Pleite von Lehman hat ihren Kunden die Rente komplett und ersatzlos vernichtet. Die Gier der Märkte ist unberechenbar. Wohl dem, der im Schrebergarten noch sein Gemüse für sich hochzieht und ein paar Hühner sein eigen nennt.
11. Dezember 2008
Wie kam es zur globalen Finanzkrise? Auf dem US-Hypothekenmarkt wurden massenhaft Darlehen mit 100%- oder gar 150%-Finanzierung ohne sorgfältige Prüfung der Kreditwürdigkeit der Häuslebauer vergeben. Auf tilgungsfreie Anfangsjahre folgten dann happige Zinsen, die zudem noch nach oben flexibel waren. Findige Investmentbanker machten aus vielen einzelnen Kreditgeschäften im Wege der "Verbriefung" Kredit-Pakete, die in Risikoklassen eingeteilt, und als "Asset Backed Securities", kurz ABS auf dem Kapitalmarkt handelbar gemacht wurden. Verantwortungslose Ratingagenturen versahen die Papiere mit einem Gütesiegel, einer hohen Bonitätsnote, etwa "AAA" und schon hatten sie für unbedarfte Käufer den Si-cherheitsstandard von besten Unternehmens- oder gar Staatsanleihen. Die Kettenreaktion von geplatzten US-Baukrediten, fallenden Häuserpreisen und Wertvernichtung bei den verbrieften Krediten wäre mit einer schärferen staatlichen Kontrolle nicht möglich gewesen. Eine Verstärkerrolle bei der Kursabstürzen an den Weltbörsen hat das "Short Selling". Die Leerverkäufe von Aktien, bei denen es darum geht, an fallenden Kursen zu verdienen, haben in brenzligen Situation eine Art Katalysatorwirkung: Short-Seller stürzen sich in Krisenphasen vor allem auf Aktien angeschlagener Unternehmen und setzen deren Kurse damit noch weiter unter Druck. 2008 waren US-Banken wie Bear Stearns, Lehman Brothers oder zuletzt Morgan Stanley "Opfer" von Shortseller-Attacken. Dass dabei gelegentlich auch gezielt Falschinformationen über die Institute gestreut werden, gehört offenbar zum "Spiel" und beschäftigt inzwischen die US-Staatsanwaltschaft. Einen weiteren Verstärker-Effekt verursachen Hedgefonds. Diese Investmentvehikel nutzen Marktschwankungen in alle Richtungen aus oder spekulieren gezielt auf Crashs im Finanzsystem. So setzte John Paulson mit seinem Hedgefonds auf den Immobiliencrash und fuhr damit den höchsten Gewinn in der Industriegeschichte ein: 15 Milliarden Dollar, von denen 3,7 Milliarden auf dem Konto von Paulson landeten. Rund 10000 Hedgefonds gibt es inzwischen weltweit. Sie verfügen insgesamt über die geschätzte Summe von 2000 Milliarden Dollar. Nicht zuletzt ist die Zahl und Formenvielfalt auf dem Derivate-Markt in unkontrollierbarem Maße ausgeufert. Wetten sind auch für Privatanleger auf alle denkbaren Basiswerte und Szenarien möglich. Komplexe Optionsstategien werden in plakativen "Anleihen", "Sprintern", "XXL-" oder "Twin-Win"-Zertifikaten verpackt und den Anlegern am Schalter der Sparkasse oder Volksbank feil geboten. Bei solchen Konstruktionen gibt es allerdings nur einen Gewinner: die Bank.

George Brezel Bush will mit 700 Milliarden Dollar die Finanzkrise stoppen. Das ist weniger als die Kriege in Afghanistan und im Irak seit 2001 gekostet haben oder das Bruttoinlandsprodukt aller afrikanischen Staaten ausmacht (800 Milliarden US-$), aber mehr als der US-Verteidigungsetat von 2007 (622 Milliarden US-$). Die Summe entspricht etwa dem Marktwert der beiden weltgrößten Ölkonzerne Exxon und PetroChina, könnte aber auch von Bill Gates (nach Forbes 58 Mlliarden US-$ reich) mit elf Doppelgängern aufgebracht werden. Theoretisch könnte man mit diesem Geld 149 Wachteleier für jeden Erdenbürger, 22 Milliarden Liter Wolf-Urin, 700 Milliarden Hamburger bei McDonald's oder 1,4 Millionen angebrannte Gitarren von Jimi Hendrix kaufen. Unter diesem Aspekt ist der US-$-Berg gar nicht so schlecht angelegt. Andererseits könnten mit diesem Betrag für die jährlich sechs Millionen verhungernden Kinder 276 Jahre lang menschenwürdige Lebensbedingungen geschaffen werden. Da bleibt einem doch glatt der Bissen im Hals stecken. Aber woher kommt der Wahnsinnsbetrag eigentlich? Wahrscheinlich von der FED, dem US-Zentralbank-System, das teils privat und teils staatlich strukturiert ist. Das bedeutet, dass die weltweit bisher mit über 5000 Milliarden US-$ verschuldeten Vereingten Staaten sich weiter in der Privatwirtschaft verschulden.
Die Bundesregierung stellt angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise erstmals eine Komplettgarantie für private Spareinlagen in Aussicht. "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind", sagte Merkel. Steinbrück betonte, die Sparer in Deutschland müssten nicht befürchten, auch nur "einen Euro ihrer Einlagen" zu verlieren. Doch damit nicht genug! Ein Rettungspaket aus Bürgschaften und direkten Kapitalhilfen für alle in Deutschland tätigen Banken mit einem Volumen von sage und schreibe 480 Milliarden Euro wird für die Finanzwirtschaft geschnürt. Als Gegenleistung sollen Banken, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, ihre Managergehälter auf 500000 Euro im Jahr begrenzen sowie auf Bonus- und Dividendenzahlungen an Aktionäre verzichten. Zugleich gibt die Bundesregierung ihr Ziel auf, bis 2011 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Auch andere Industriestaaten wie die USA und Großbritannien leiten Notmaßnahmen ein. Die Finanzhilfe der großen EU-Länder beläuft sich auf 1,5 Billionen Euro. Das Problem: Banken, die eine Finanzspritze beantragen, leisten damit quasi den Offenbarungseid. Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, würde "sich schämen", wenn seine Bank in der Krise Staatsknete bekäme. Möchtegern-Bundespräsident Peter Sodann wollte ihn daraufhin sofort verhaften. Dabei hatte der Schweizer sogar freiwillig auf seinen Jahresbonus für 2008 verzichtet (für 2007 kassierte er 12,7 mio €). Ja, ja: Undank ist der Welt Lohn!
 
 Perser-Eddie kontra Hotel Adlon: Patt oder Matt? 
Die Adlon-Holding hat ihn als "Trittbrettfahrer" tituliert. Richtiger ist wohl "gerissener Fuchs". Ein Vierteljahr-hundert lang hat Perser-Eddi seinen Namensfeld- und jeweiligen Schachzug gegen das Luxushotel Adlon nach dem Motto "legal, illegal, scheißegal" geplant und in die Tat umgesetzt. Parallel zu seinen gewerblichen Machenschaften sollte ihm die höchste Instanz der deutschen Justiz zu "seinem Recht" verhelfen. Nun ist die Posse beendet: er hat das Adlon-Namensrecht an seinen Gegner verkauft. Für welchen Betrag? Alles unter seiner früheren Forderung von drei Millionen Euro muss er als Niederlage empfinden. Doch die Überweisung dürfte für einen komfortablen Lebensstil, einschließlich seines Häuschens auf Ibiza, bis an sein Lebensende reichen.
17. November 2008
Hier die Kronologie der Ereignisse der vergangenen einhundertdrei Jahre:
1905: Der Hotelier Lorenz Adlon kauft zwei Grundstücke in der Straße Unter den Linden in der Berliner Dorotheenstadt. - 1907: Das von Lorenz Adlon, dem Sohn eines Schuhmachers aus Mainz, gegründete Hotel Adlon wird nach zweijähriger Bauzeit eröffnet und entwickelt sich zum Lieblingshotel Kaiser Wilhelms II. - 1945: Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Hotel Adlon durch einen Brand teilweise zerstört. - 1957: Die Kempinski-Gruppe erwirbt den Namen Adlon von Hedda Adlon, der Witwe von Luis Adlon, dem Sohn des Hotelgründers. - 1970: Vor dem Nationalitäten-Restaurant "Bukarest" in der Bleibtreustraße kommt es zwischen der deutschen Klaus-Speer- und einer persischen Gangster-Bande zu einer Schießerei. Es geht um um die Aufteilung von Revieren für Spielhöllen, Rauschgift- und Waffenhandel, Schutzgelderpressung und Zuhälterei. Fünf Minuten lang knattern MP-Salven über das Pflaster, Revolverschüsse krachen. Ergebnis: ein Toter, drei Verwundete. Die Polizei registriert die Personalien von Mehdi Sharif (26) und anderen Untertanen des Schah-in-Schah Resa Pahlewi. - 1973: Die Adlon-Namensrechte gehen an die Fundus-Gruppe über. -
Perser-Eddi, ehemalige Besitzer des Café Adlon am Eddinauer Platz
1982: Der Aufenthalt des Iraners Mehdi Sharif-Mohammadi, genannt "Perser-Eddi", und anderer krimineller Ausländer wird legalisiert. In einem internen Vermerk der Berliner Justizverwaltung wird er als Mitglied der "Perser-Bande" geführt. Am Adenauerplatz in Charlottenburg eröffnet er das Café Adlon. - 1984: Das Hotel Adlon wird abgerissen. - 1987: Percy Adlon, ein Enkel des letzten Adlon-Inhabers Louis Adlon, klagt erfolglos gegen die Verwendung des Namens Adlon durch das Café Adlon. - 1990: Die Schwester des Cafehaus-Besitzers Mehdi Sharif erhält vom Deutschen Patentamt den Schutz des Warenzeichens für den Namen Adlon. - 1994: Die Kölner Fundus-Gruppe des Anno August Jagdfeld (Adlon-Holding) erwirbt von der Hotelkette Kempinski das Recht am Namen Adlon. - 1995: In Berlin-Mitte, nur wenige Meter vom Brandenburger Tor entfernt, ist Baubeginn für das Hotel Adlon Kempinski. - 1996: Der Namenstreit zwischen Hotel Adlon und Café Adlon beginnt. Die Caféhaus-Besitzer reichen Klage gegen die unrechtmäßige Verwendung des Namens Adlon ein. Das neugebaute Hotel Adlon hat Richtfest. - 1997: Der 346-Zimmer-Neubau des Hotels Adlon wird an der Originalstätte eröffnet. - 2000: Das Café Adlon wird vom benachbarten, etwas anderen Restaurant Graffiti des Issam Remmo geschluckt. - 2001: Perser-Eddi eröffnet am Kurfürstendamm 100 in Wilmersdorf das Restaurant Adlon. - 2002: Der für Markenrecht zuständige erste Senat des Bundesgerichtshofes weist die Klage des ehemaligen Cafés Adlons ab. Das Hotel Adlon darf  seinen Namen weiter führen. Auch Mehdi Sharif darf den Namen Adlon weiter verwenden. - 2005: Perser-Eddi will den Markennamen Adlon im Internet bei Ebay versteigern, um seine Prozesskosten in Höhe von einer halben Million Euro auszugleichen, die er angeblich im langjährigen Namensstreit mit dem Luxushotel am Pariser Platz aufbringen musste. Die Fundus-Gruppe reagiert mit einer einstweiligen Verfügung. - 2007: Das Fünf-Sterne-Hotel Adlon feiert sein 100-jähriges Jubiläum. - 2008: Mehdi Sharif tritt sämtliche Rechte am  Namen Adlon an die Adlon-Holding ab. Das Restaurant Adlon wird in "Destino" umgetauft.
 
 Das verflixte siebte Jahr: mit Knorpel kuscheln 
Kaum weiß er, dass ihm die Scheidung 77 Millionen Euro bescheren wird, da lamentiert Guy Ritchie (40) in aller Öffentlichkeit, weil er seit anderthalb Jahren keinen Sex mehr mit der zehn Jahre älteren Madonna hatte. Und wenn überhaupt, dann sei es wie „kuscheln mit einem Stück Knorpel“ gewesen.
21. Oktober 2008
Schuld am Sex-Entzug hat Madonnas Fitness-Wahn: Tagtäglich stemmt sie mindestens vier Stunden ihre Hanteln. Freunde des Regisseurs berichteten: „Guy haben ihre stahlharten Muskeln regelrecht angewidert. Er wurde immer frustrierter, wenn sie die Hälfte des Tages trainierte. Danach war sie zu müde, um Liebe zu machen. Auch ihre Gebete im New Yorker Kabbala-Center entfachten nicht Madonnas Lust auf ehelichen Sex." Guy schrie sie an: "Es ist schlimmer geworden, du egoistische Kuh." Das Sorgerecht für die drei Kinder Lourdes (12), Rocco (8) und David (3) wird Madonna bekommen. Guy erhält das Recht, die dann mit ihrer Mutter in den USA lebenden Kinder jederzeit zu besuchen, sofern sie zu Hause sind.

Beobachter mit gesundem Menschenverstand wie Leon Haardt fragen sich: 1) Hat Guy Ritchie einen Knorpel-Tick? 2) Warum will er sonst Sex mit einem Knorpel? 3) Weiß er nicht, dass Frauen über 50 keinen Sex brauchen? 4) Ist ihm nicht bekannt, dass sich die meisten Frauen nach den Wechseljahren sexuell verschließen? 5) Hat ihn niemand über ältere, sich makrobiotisch ernährende Frauen aufgeklärt, als er heiratete? 6) Mag er etwa keine japanische Miso-Suppe, keine kanadischen Edelblaubeeren? 7) Was heißt überhaupt "Knorpel"? Sie legt sich lediglich in einem Plastikanzug ins Bett, nachdem sie ihren Knorpel, äh Körper zuvor mit einer 500 Pfund teuren Lotion eingecremt hat. 8)  Ist ihm entgangen, dass "Madonna" bei den alten Römern „meine Herrin“ (Mea Domina) und im deutschen Sprachgebrauch "die Mutter Jesu" bedeutet? 9) Hat er kein wirkliches Interesse an seiner Frau? 10) Haben ihm seine beiden Exfreunde Kokain und LSD die Birne vernebelt?
Sonst müsste er doch wissen, dass sie bei ihrer Kommunion 1967 den Namen Veronika (nach der Heiligen) angenommen hat. Sonst müsste ihm bekannt sein, dass sie keine WASP (White AngloSaxon Protestant wie Ritchie) ist, sondern ihre Wurzeln in der erzkonservativen italienischen Provinz begraben sind. Sonst hätte er sich vor der Eheschließung erkundigen können, dass sie im vergangenen Jahrhundert, trotz ihrer zwei, drei Dutzend Affairen, am liebsten wie eine Jungfrau ("like a virgin") gelebt hätte. Sonst hätte er sich denken können, dass Madonna Louise Veronica Ciccone nur diese Ehe eingegangen ist, um Kinder zu zeugen bzw. zu adoptieren. Nein, nicht der Ehemann hat im Haus Ciccone das Sagen, sondern ausschließlich der Papst. Und der verbietet Geschlechtsverkehr aus niedrigen Beweggründen (sprich: Lustgewinn).

Nein, Guy, Madonna ist kein Stück Knorpel, sondern eine Ikone. Das kannst Du auf jeder dritten Webseite nachlesen (Dusch-WC24: "Pop-Ikone Madonna gesteht Vorliebe für beheizte Toilettensitze"). Und falls Du unter Bildungsdefiziten leidest: eine Ikone ist das geweihte Kultbild der orthodoxen Kirche. Der Zweck der Ikone ist, Ehrfurcht zu erwecken und eine existenzielle Verbindung zu Gott herzustellen. Alle außer Dir, Guy, wissen, dass Madonnas Enthaltsamkeit eine unverzichtbare Voraussetzung für ihre Seligsprechung nach ihrem Tod ist.
Dazu benötigt Madonna allerdings noch den Ruf der Wundertätigkeit und der Heiligkeit. Hier helfen wir gerne nach! Madonna wird im Laufe ihres Lebens brutto eine Milliarde Dollar scheffeln. Das ist für eine Frau ein echtes Wunder! In etwa 38 Jahren wird sie sogar die dann 100-jährige, generalüberholte Cher überholt haben. Um den Ruf der Heiligkeit bei den Fans zu erwerben, empfiehlt der Vatikan den Märtyrertod. Nach dem Vorbild von Mailyn Monroe (1954 in Korea) könnte sie im Irak - oder wo auch immer die Yankees gerade Krieg führen - zur Aufmunterung der dort stationierten GIs ein "Martyr"-Konzert geben und sich anschließend von der CIA entführen lassen. Man könnte das "bestialische" Kidnapping leicht einer Gruppe fundamentalistischer Islamisten, z.B. der Al-Kaida, in die Schuhe schieben. Nach ein paar Wochen könnte die CIA ein Video im Internet veröffentlichen, das zeigt, wie Madonna von den Terroristen ermordet wurde, weil niemand das Lösegeld (500 Millionen US-$; siehe erstes Bild) zahlen wollte. In den folgenden Wochen sickert dann durch, dass in Wirklichkeit ein muslimischer Bewacher Madonna eigenmächtig getötet hat, weil er ihren schrill-penetranten Gesang über Jesus Christus nicht mehr ertragen konnte. Mit einer neuen Identität (z.B. als Cicconella Evita Veron) könnte sie dann im katholischen Argentinien leben wie Gott in Frankreich, um ein paar Jahre später ihre "Wiederauferstehung" zu inszenieren.
 
 Charlottenburger Stabhochsprung-Event 
One of those September-Sundays. Was sagt mein Terminkalender? "Deutsche Top-Athleten starten neben internationalen Stars beim Vattenfall Stabhochsprung 2008. Der Eintritt ist frei."
9. September 2008
Eigens für das Meeting wurde auf der Straße des 17. Juni eine Sprunganlage mit zwei Tribünen aufgebaut. Aus wummernden Lautsprecherboxen dröhnt die Lieblingsmusik der Profis. Der angekündigte Danny Ecker hat dem Sromanbieter zwar einen Korb gegeben, doch Tim Lobinger himself ist allzeit bereit (siehe Foto). Dummerweise scheitert er bereits bei 5,55 m. Die Quadriga wendet sich mit Grausen ab. Stattdessen beobachtet ZDF-Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann für ein erkleckliches Zubrot alle Versuche, die auch für entfernter stehende Zuschauer auf einer am Brandenburger Tor angebrachten Großleinwand bestens zu verfolgen sind, ganz genau.
"Ganz schön riskant - der kurze, schmale, beidseitig abschüssige Anlauf", denke ich, während die etwa 5000 Zuschauer mit vom Veranstalter ausgeteilten Klappern den Lärmpegel noch weiter nach oben treiben. Mein Versuch ... auf die VIP-Tribüne zu gelangen, ist nach wenigen Sekunden von Erfolg gekrönt. Doch die optimale Fotoperspektive - Latte vor Quadriga - finde ich da nicht. Noch vor 18 h fällt die Entscheidung: US-Stabhochspringer Derek Miles gewinnt mit persönlicher Bestleistung und für diese Verhältnisse ausgezeichneten 5,85 m. Auf der Rückfahrt mit der Vespa kommen dumpfe Erinnerungen in mir hoch, wie ich mich als Zehnkämpfer dereinst mit einem starren Leichtmetallstab über 3,80 m gequält habe. Long, long  ago!
 
 Olympia 2008 im Zeichen der Heuchelei 
Treffen sich zwei chinesische Sportfunktionäre. Pe King flagt: "Bist Du sichel, dass unsele Teilnehmel die Dopingkontlollen übelstehen?" Do Ping antwoltet: "Hundelt Plozent! Wil haben alle Labolmitalbeitel nach Tibet in Ullaub geschicht. Del Laboldilektol testet nul die Ulinploben von ausländischen Spoltleln. Die von chinesischen haben jetzt einige Sondelschülel übelnommen." Pe King - mit ausgestlecktem Stinkefinger - glinst: "Hi, hi, hi, velalscht, velalscht."
31. August 2008
Heucheln mussten die Fernsehfritzen, Berichterstatter und Kokommentatoren. Während im Kaukasus von den Russen ein Annexionskrieg vom Zaun gebrochen wurde, täuschten die TV-Moderatoren vom Ersten, vom ZDF und von Eurosport Harmonie, Fairness, Friede, Freude und Eierkuchen vor. Reporter, die heutzutage bei einem Weltrekord noch ausflippen und ihn den Zuschauern als sauber zustande gekommene Leistung darstellen, sind idiotische Ignoranten. Die Krönung der Verlogenheit leistete sich der russische Präsident Medwedew. Was aus Südossetien würde, hätten nicht die Amerikaner zu bestimmen, sondern die Osseten selber. Was die russischen Imperialisten vom Selbstbestimmungsrecht der Völker halten, haben sie ja demonstrativ in Tschetschenien vorgeführt. Ich sage: Freiheit für die Völker Tschetscheniens, Ossetiens, Kurdistans, Tibets, Palästinas und des Baskenlandes.
Heucheln musste die diktatorische, kommunistische Regierung der Volksrepublik China, die im Westen ihres Reiches, in den annektierten Regionen, die Menschenrechte der Tibeter, Uiguren, Kasachen und anderer Minderheiten mit Füßen tritt, vor kulturellem Genozid nicht zurückschreckt und den Internetzugang kontrolliert. Wie Steinmeier die Pekinger Herrschaftsclique hofiert und nicht die Zivilcourage aufbringt, den Dalai Lama zu empfangen, ist für einen deutschen Außenminister blamabel.

Heucheln müssen auch die meisten Profisportler. Obwohl sie seit Jahrzehnten systematisch schwer nachweisbare Dopingmittel verwenden, spielen sie die harmlosen Sauberfrauen und -männer. Neue Weltbestleistungen sind in den versifften Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen, Radrennsport, Rudern und  Gewichtheben ohne unerlaubte, leistungsfördernde Substanzen im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich. Schneller als Armin Hary vor einem halben Jahrhundert kann ein Mensch regulär auch mit nahtlosem Anzug oder Nahrungsergänzungsmitteln nicht laufen. Die Tatsache, dass deutsche Sportler im Olmpiajahr clean sind und deshalb hinterherlaufen, -schwimmen, -fahren und -rudern liegt weniger an den weltweit intensivsten Dopingkontrollen, sondern in erster Linie - Beispiel Ullrich - am Horror vor der gesellschaftlichen Ächtung in Deutschland.
Dopingjäger Franke bei "MDR Info": Die Dopingkontrollen in Peking stellen die größte Völkerverdummungsaktion dar, die man im Sport bisher gesehen hat. Die Kontrollen hätten zehn bis vier Wochen vorher gemacht werden müssen."
 
KinoHizz-Interview mit Leinwandheld Leon B. Haardt 
Reporterin Ponterosa Zarthe-Titz von der Fachzeitschrift Kino-Hizz hat im Oktober 2007 den Leinwandhelden Leon Haardt auf einer Autobahn-Raststätte in der Nähe von Halle interviewt. Er hatte gerade Pause bei den Dreharbeiten zum RAF-Thriller Schattenwelt, in dem er in einer Nebenrolle einen Lkw-Fahrer spielt. 
27. Oktober 2007

 PZT : Wir duzen uns, Leon. Weißt Du noch, wo wir uns kennengelernt haben? - LH : Du hast mich vor zehn Jahren auf der Berlinale schon einmal interviewt. - PZT : Vor fünf. Und Du hast mich hinterher um meine Telefonnummer gebeten. - LH : Schade, dass wir nie zur gleichen Zeit in derselben Stadt gewohnt haben. - KH : Warum tust Du Dir das hier an? - LH : Wovon redest Du? - KH : Bekommst Du keine Drehbücher mehr zugeschickt, keine Rollen mehr angeboten? - LH : Ich habe meiner Agentin einmal versprochen, auch dann als Komparse zur Verfügung zu stehen, wenn ich zum Hauptdarsteller avanciert bin. - PZT : Meinst Du Tabea, diese kleine Schlampe? - LH : Wie hast Du mich hier eigentlich gefunden? - KH : Berufsgeheimnis! In Schattenwelt  spielst Du einen Trucker. Hätte Dich die Hauptrolle nicht auch gereizt? - LH : Meine Gage hätte Produzent Michael Jungfleisch nie bezahlen können. Außerdem kann ich mir ein neues Leben nach 20 Jahren Knast nicht vorstellen. - KH : Wie hast Du denn die RAF-Zeit damals erlebt? -  LH : Ich habe die Bande von Baader und Ensslin mit einem präparierten Spezialvan zu ihren Tatorten gefahren. - KH : Nein, mal im Ernst! - LH : Also gut! Die Wahrheit ist, ich hatte ein Verhältnis mit Ulrike Meinhof. - KH : Willst Du behaupten, Du warst RAF-Mitglied? - LH : Damals, 1969, gab es die RAF noch gar nicht. Nach Ulrikes Scheidung war ich ausschließlich für ihr Sexualleben zuständig. - KH : Das würde ja zu Deinem Image als Frauenheld passen. Die Meinhof war allerdings mindestens 15 Jahre älter als Du. - LH : Frauen um 35 haben mich schon immer gereizt. Sag mal, hast Du heute Abend schon was vor? - PZT: Du willst mit mir ausgehen? Ist ja irre! - LH : Gib mir einfach Deine Handynummer! PZT : Aber gern, Leon, und danke für das Gespräch.
 
 Schnell reich werden 
Fast eine Million Euro garantiert mir die UK National Lottery. Mit dieser "Benachrichtigung" wird dem "Gewinner" suggeriert, er sei von einer staatlichen Lotteriegesellschaft des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland auserwählt worden. Doch dieser sogenannte "Nigerian Fraud Letter" kommt aus Afrika.
13. September 2007
Derartige Betrugs-Mails versuchen den Empfänger zu euforisieren, damit er bereit ist, gewisse amtliche Auflagen zu erfüllen und "Gebühren" zu bezahlen, um den Gewinn ausbezahlt zu bekommen. Diese Vorgehensweise nennt man Vorschuss-Betrug. Den Gewinn erhältst du nie, aber du bezahlst im schlimmsten Fall einen Haufen Geld an die Betrüger. Leon Haardt sagt: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste".
 
 Der Untertan als Trojaner 
Die historischen Trojaner waren Opfer einer Kriegslist. Nachdem die Griechen im Trojanischen Krieg zehn Jahre lang erfolglos um die Mauern von Troja gekämpft hatten, bauten sie als angebliches Weihgeschenk ein hölzernes Pferd. Die doofen Trojaner öffneten ihre Stadtmauern und zogen das Pferd vor den Tempel der Athene. Die im Bauch verborgenen Griechen öffneten unter der Führung von Odysseus nachts unbemerkt das Stadttor und ließen ihre Armee in die Stadt, die niedergebrannt und zerstört wurde.
21. August 2007
Die modernen Trojaner sind Malware, also Computerschädlinge, daher ist "Trojanische Pferde" die korrekte Bezeichnung. Als nützliche Anwendung getarnt, werden sie in fremde PCs eingeschleust, wo sie für den Angreifer heimlich z.B. ein Spionageprogramm (Sniffer) installieren. Dieses läuft dann eigenständig auf dem Computer, so dass es sich nicht dadurch deaktivieren lässt, dass es beendet oder gar gelöscht wird. Die heimliche Installation eines Backdoorprogramms erlaubt es, den Computer ohne Kenntnis des Anwenders über das Internet fernzusteuern. Eine Personal Firewall kann den heimlichen Verbindungsaufbau nicht verhindern, wenn die Verbindung zum Internet für den Browser erlaubt wurde.
Als Wirtprogramm kann jede beliebige ausführbare Datei (wie exe, com, scr, bat, cmd, vbs, wfs, jse, shs, shb,.lnk oder pif) missbraucht werden. Dadurch kann ein Trojanisches Pferd als Datei beliebiger Art maskiert sein. Bei manchen Dateinamen (z.B. dll) ist es schwer, sie von wichtigen Systemdateien zu unterscheiden. Dazu werden sie im Systemordner von Windows (z.B. System32) abgelegt. Ein Autostartmechanismus mit Verschleierungstechnik sorgt dafür, dass die Malware auch nach einem Neustart des Rechners automatisch geladen wird. Auch gelingt es ihr, die Antivirensoftware zu deaktivieren oder das System derart zu manipulieren, dass sie nicht mehr entdeckt wird. Will man sich wirkungsvoll schützen, muss man auf die Benutzung von Programmen aus unsicheren Quellen verzichten. Als besonders gefährlich einzustufen sind Anbieter von Dienstleistungen am Rande der Legalität. Hierzu gehören v.a. die Pornobranche, Tauschbörsen sowie die Hacker- & Knacker-Tools. Ist der Unfall aber doch einmal passiert und der auf Trojaner spezialisierte Windows Defender zeigt die infizierten Systembereiche an, empfiehlt Leon Haardt: 1) alle Angaben ausdrucken; 2) im abgesicherten Modus (F5/F8) hochfahren; 3) Trojanerdateien & Registry-Einträge löschen; 4) Neustart; 5) neue, vom Defender angezeigte Scjhädlingsdateien mit dem Unlocker töten; 6) mit CCleaner Registry säubern. 7) Autostarteinträge (z.B. mit TuneUp Startup-Manager) sorgfältig überprüfen. Und wenn alles nichts hilft, gibt's ja noch den genialen Trojan Remover!

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