Die allseits beliebte Homepage Leon Haardts Lonely Hearts Club bietet einen multimedialen Marktplatz für alles Überflüssige, Sinnlose, Irr- und Surreale, grenzt sich aber kategorisch ab von wirren Irren, entrückten Verrückten und gefloppten Bekloppten.
Bilderbuch V

Satirebilderbuch 2015-17
 
 

12. Juli 2016
Leon B. Haardts politisches Vermächtnis
Um ein politisch-gesellschaftlich-wirtschaftliches System nach meinen Vorstellungen zu schaffen, würde es nicht
ausreichen, mal wieder ein, zwei Kreuzchen auf einen Wahlzettel zu machen. Es würde auch nichts nützen, mich als
neues Mitglied in einer regierungsfähigen Partei allmählich hochzuarbeiten ("Ochsentour") und quasi unentbehrlich
zu machen, um schließlich ein Führungspöstchen einzunehmen. Nicht einmal meine Wahl zum Kandesbunzler könnte
etwas Entscheidendes bewirken. Denn die Welt ist heutzutage ein unentwirrbares Spinnennetz mit einer undurch-
sichtiges Anzahl von Macht- und Entscheidungszentren, die alle nur sehr begrenzten Einfluss auf die globale Mensch-
heitsentwicklung haben. Denn diese hängt nur zum Teil von politischen Entscheidungsprozessen ab - wie militärischen Auseinandersetzungen, Gründungen von supranationalen Organisationen, Rettungsaktionen ruinierter "systemischer" Kreditinstitute und abgewirtschafteter Staaten, gesetzlichen Reglementierungen des Alkohol-, Zigaretten- und
Drogenkonsums oder Subventionierungen der Landwirtschaft. Weltweiten Einfluss haben heutzutage nicht zuletzt in-
ternationale Terror- und Handelsorganisationen wie ISIS und OPEC, staatliche Spionagedienste, die technologische
Entwcklung (Bekleidung, Häuserbau, Transport auf Rädern, Eisen- und Stahlerzeugung, Elektrizität, Motorisierung des
Verkehrs, Atom- und Wasserstoffbomben, Kern- und Fusionskraftwerke, computerisierte Telekommunikation, Ro-
boter, Weltraumfahrt) sowie anthropogene und Naturkatastrofen (Klimawandel, Überflutungen, Seuchen, Naturzerstö-
rung und Umweltvergiftung).
Ochsentour
Wer im Zeitalter der Globalisierung bestehende Strukturen in einem Land fundamental umbauen wollte, müsste die
gesamte Welt und insbesondere die egozentrische Gesinnung des homo sapiens verändern. Nehmen wir einmal an
- und damit postuliere ich die Grundannahmen und Voraussetzungen für diese Bilderbuch-Geschichte -
+ ich wäre ein gottgleiches, allmächtiges, unsichtbares Wesen,
+ das schon bald weltweit unter dem Namen <Omnipoty> (kurz: OPY) bekannt ist
+ und dessen Alleinherrschaft unter der Bezeichnung <Omnipotur> etabliert wird.
Nehmen wir des weiteren an,
+OPY kann jedem Menschen im Schlaf Anweisungen (<Ordre de Mufti> Ohrmufs) erteilen,
+ die er zwanghaft und unverzüglich mit höchster Priorität erfüllen muss;
+ Nachrichtendienste können OPY-Anordnungen (<Ompos>) empfangen, die sie multiplizieren;
+ renitente Verweigerer fliegen mit Schnappatmungssyndrom (SAS) auf und verbrennen;
+ bei Menschen, die sich durch besondere Pflichterfüllung hervortun, entsteht Heiligenscheiß;
+ zu jedem Sylvester erhalten herausragende Pflichterfüller (Topdutys) eine Lebensverlängerung.
Griechenlandpleite
Im Monats-Rhythmus wird eine neue Anweisung/Anordnung bekanntgegeben, so dass alle Individuen und Organi-
sationen vier Wochen Zeit haben, die Vorgabe zu erfüllen. Die acht wichtigsten Ompos werden im folgenden Absatz
beschrieben. Zunächst aber eine Übersicht: 01 = Kalender, 02 = Religion, 03 = Sprache, 04 = kommunale Selbst-
bestimmung, 05 = Verwaltungsregionen, 06 = Währung, 07 = militärische Konversion, 08 = energetische Konversion.
01) Kalender: Die abendländlische Zeitenwende und das Jahr Null anderer Kulturen und Glaubensrichtungen sind
      willkürlich. Deser Unsinn wird abgeschafft mit der Einführung des Opykalenders und dem Beginn des Jahres 1
      am 1. März. Das Jahr 1 könnte man mit den ältesten Siedlungsresten im 6. Jahrtausend v.u.Z. gleichsetzen.
      Die Monate dauern 30-31-30-31-30-31-30-31-30-31-30-30/31 Tage. Die übrigen Zeiteinteilungen bleiben zu-
      nächst bestehen.

02) Religion: Sämtliche Weltreligionen werden vollständig abgeschafft. Kirchen, Synagogen, Tempel und ähnliche
      Gebäude werden umfunktioniert. Alle klerikalen Funktionäre verlieren ihre Titel und werden ihrer Ämter enthoben.
      Die neue laizistische Einheitsreligion heißt Opytum; sie existiert ausschließlich als freiwillige Privatangelegenheit,
      also ohne jegliche Organisationsform oder Missionierung.
03) Sprache: Hochsprachen, Dialekte und Mundarten werden umfassend gleichgestellt. Das Erlernen der neu zu ent-
      wickelnden Weltsprache Plappisch ist spätestens bis zum 10. Lebensjahr Pflicht. Plappisch muss innerhalb eines
      Monats von einer Quarantänekommission entwickelt werden, zu der jede Sprachgruppe einen gleichberechtigten
      Vertreter entsenden darf. Deser muss für die Akzeptanz seiner Sprachgruppe Name, Verbreitung, Mitgliederzahl
      und besondere Merkmale vorweisen. Zukünftig ist dann in der national-öffentlichen wie internationalen Kommu-
      nikation Plappisch verbindlich. Der privaten Sprachgebrauch ist freigestellt; für ihn gibt es daher keinerlei Vor-
      schriften, außer seiner Anmeldung bei der URO-Sprachkommission.

04) Kommunale Selbstbestimmung: Die Staatsgrenzen werden abgeschafft. Ländergesetze bleiben aber so lange
      gültig, bis weltweit die Staaten durch Regionen ersetzt wurden. In dieser 5. Ompofase werden zunächst Regionen
      geplant, in denen eine einheitliche Mundart sowie bestimmte Sitten und Gebräuche festgelegt und den interes-
      sierten Kommunen angeboten werden. Unter diesen Voraussetzungen schließen sich die Kommunen vorläufig zu
      Regionen zusammen. Gleichzeitig werden die Vereinten Nationen in Vereinte Regionen (URO) umgewandelt.
05) Verwaltungsregionen: Erst als Ergebnis freien Wahlen werden die vorgeschlagenen Regionen etabliert. Randkom-
      munen müssen die bestehenden Alternativen angeboten werden. Bei zweideutigen Ergebnissen wird in den ent-
      sprechenden Kommunen der Willensbildungs- und Entscheidungsprozess so lange fortgesetzt, bis ein mindestens
      75%iges Wahlergebnis erreicht worden ist. Etablierte Regionen mit funktionierender Verwaltung erhalten zunächst
      den Bronce-Status. Der anzustrebende Silber-, Gold-, Plantin- oder Diamant-Status wird zum Aushängeschild ei-
      ner Region und ist mit OPY-ῼ-Zuwendungen verbunden. Statussteigerungen werden durch den Akzeptanzgrad der
      Bewohner erzielt (mindestens 65, 75, 85, 95% Zustimmung).

06) Währung: Eine weltweite Einheitswährung war bisher undenkbar. Sie hätte bei den unterschiedlichen Wirtschafts-
      systemen und finanzpolitischen Ideologien keine Chance und auch keinen Sinn. Doch nun wird im vierten Monat
      der Zeitenwende als international gültiges Zahlungsmittel der Ompota geschaffen. Die alten Zahlungsmittel blei-
      ben weiter gültig, jedoch werden von allen Kreditinstituten nur noch ῼ-Scheine und ῼ-Münzen ausgegeben.
07) Militärische Konversion: Innerhalb von vier Wochen werden sämtliche Massenvernichtungs- und Offensivwaffen
      nachhaltig entsorgt. Im Laufe der folgenden 11 Monate muss auch die defensive Militärausrüstung verschwinden.
      Kriegstreiber verbrennen künftig als Folge eines SAS schneller als sie bis drei zählen können. Die frei werdenden
      menschlichen, wirtschaftlichen und technischen Potentiale werden in die Energiewende gesteckt.
Schnappatmung
08) Energetische Konversion: In den ersten vier Wochen werden alle Kernkraftwerke abgeschaltet - weltweit. In den
      folgenden 11 Monaten folgt die Abschaltung der Kraftwerke auf der Basis von Kohle und Erdöl. Im ersten Monat
      muss der Energiemangel weitestgehend durch Energiesparen kompensiert werden. In den folgenden 11 Monaten
      entstehen dezentrale Erzeugungsstätten von regenerativer Energie aus Sonnenstrahlen, Wind, fließendem Was-
      ser, Gezeiten, Erdwärme, Biomasse und Wasserstoff.

 
16. September 2015
Deutsche Sprache - schwere Sprache: Dummdeutsch & sein Idiotiv
Die meisten Deutschen gewöhnen sich an sprachlich falsche Redewendungen und Wortverwendungen, die während ihrer Schulzeit, in ihrer Mundartregion, ihrem Sozialmilieu oder in den Medien üblich waren und gebräuchlich sind. LBH hat ein zu feinsinniges Sprachgefühl, um sich damit abzufinden, obwohl er aufgrund seiner Herkunft - von der vorderpfälzisch geprägten Oberhaardt - zahllose sprachliche und Ausprachefehler mit sich herumzuschleppen hatte. Man könnte auch sagen: Hochdeutsch war seine erste Fremdsprache. Umso mehr stört ihn der Gebrauch von gedankenlosen Floskeln an der falschen Stelle oder von Sprach- & Selbstverstümmelungs-Mundart-Idiomen: "Ich jeh nach Haus und koch mich selbst." Nein, danke!
1) "Unsere Bröschüre können Sie natürlich auch telefonisch bestellen." Das ist Bullshit! Das Telefon hat absolut nichts natürliches (an sich). Es war keineswegs schon "immer" da wie Mykorrhizen, Moose und Mikroben. Fast immer ist nämlich 'selbstverständlich', 'freilich' oder 'offensichtlich' gemeint. Ein Sammelbegriff ist aber viel bequeeeeemer!
2) "Erstmalig bei der diesjährigen Tour fahren die Radrennprofis einen 2000er hoch." Diesen Bullshit (jahrein, jahraus bei Eurosport hundert Mal zu hören) haben die Berliner in die Welt gesetzt. Warum fahren sie eigentlich anschließend den Berg nicht "tief"? Weil sie ihn nie "hoch", sondern hinauf (und anschließend hinab) gefahren sind.
3) Dazu passt es auch, parallel zur Hauptstraße den Fahrradweg lang zu fahren. Um ihn auf dem Rückweg kurz zu fahren? Eine Umzäunung entlang fahren, würde völlig reichen.
4) Bullshit verbreitet auch der Wettervogel vom Morgenmagazin, wenn er starke Bewölkung von den Alpen bis hinauf zur Mainlinie und stürmische Winde von der Ostsee bis hinunter ins Alpenvorland voraussagt: als ob der Norden Deutschlands dem Himmel näher wäre als der Süden. Oder kann sich die <ZDF-Familie> (Weihnachtsselbstbeweihräucherung) ein dreidimensionales Weltbild nicht vorstellen? Jedenfalls wird in der heute-show Gott (seit dem Mittelalter) immer noch als alter Mann dargestellt. Dabei macht - nomen est omen - der Welke ["Niedersachsen .. oben links" und "ihre Kleinen da oben"] doch immer so einen aufgeweckten Eindruck. Also: für eine horizontale Richtungsangabe kann man die Himmelsrichtungen benutzen oder hinauf einfach weglassen. [Sonst] fahrt [ihr eines Tages noch hinunter] zur Hölle ...
5) Am 3. Oktober 1990 wurde Deutschland wiedervereinigt. Bullshit! Diese Tatsachenbehauptung würde voraussetzen, dass Deutschland in seiner Geschichte bereits einmal zuvor getrennt und vereinigt worden wäre. Ein derartiges Doppelereignis hat aber vor 1945 nie stattgefunden. Deshalb dürfte man nicht von der Wieder~, sondern müsste von der bloßen Vereinigung reden und schreiben - wenn ... ja, wenn diese Bezeichnung nicht ebenfalls falsch wäre. Eine Vereinigung ist ein gleichberechtigter Vorgang unter gleichwertigen Voraussetzungen. Davon kann jedoch keine Rede sein. Denn de facto haben sich föderale Bittsteller, die sogenannten "fünf neuen Länder", per Aufnahmeantrag der Bundesrepublik und ihrem Grundgesetz angeschlossen (nachdem die politisch und wirtschaftlich ruinierte DDR aufgelöst worden war).

6) Im gleichen Jahr kann nichts passieren, denn alle Jahre sind einmalig. Im selben Jahr also, nämlich 2012, wurden Merkel und Steinbrück mit 97 bzw. 94% zur Vorsitzenden bzw. zum Kanzlerkandidaten gewählt. Dieselben Prozentzahlen kennt man nicht von totalitären Regimes, aber die gleichen oder zumindest ähnliche. Beide Politiker treten richtigerweise nicht für dieselben Löhne für dieselbe Arbeit ein, sondern für gleiche für gleiche [kein Tippfehler].
7) Immer wieder hört man in der Glotze: "Das kann man nicht vergleichen." So z.B. bei einer Weinprobe [Arte: <Zu Tisch in Luxemburg>] - bezogen auf zwei Jahrgänge. Ähnliche angebliche Unmöglichkeiten werden von Hunderassen, gastronomischen Betrieben, Smartphones, Teesorten u.v.m. etzetera p.p. behauptet. Auf die Frage: "Wieso eigentlich kann man die vegane und vegetarische Ernährungsweise nicht miteinander vergleichen? erhält man zu 90% die Anwort: "Weil sie völlig verschieden sind." Ersetzt man 'völlig' durch 'qualitativ', ist man einen großen Schritt weiter: es gibt offensichtliche Gemeinsamkeiten und wichtige Unterschiede. Ja, was könnte man denn sonst vergleichen als Sachverhalte und Gegenstände die beide Merkmalsgruppen aufweisen? Nichts! Der eingangs genannte Spruch ist also barer Unsinn. Denn in Wirklichkeit will uns der Sprachbehinderte etwas anderes mitteilen: "Die Musik von Rihanna ist tausendmal megageiler als die von Katy Perry. Deshalb ist ein Vergleich völlig sinnlos und überflüssig. Außerdem wäre mir ein echter Vergleich mental viel zu anstrengend. Da müsste ich ja nachdenken."
8) "Im Sommer explodieren die Fischschwärme vor Alaska." (HR: Im Regenwald der Geisterbären). Wie muss ich mir das vorstellen? Explodiert der gesamte Schwarm auf einen Schlag wie eine Bombe oder explodiert jeder einzelne Fisch wie ein Sylvesterknaller? Egal - für die dort lebenden weißen Schwarzbären ist das sicher ein gefundenes Fressen. Oder wollte der Sprecher mit der sonoren Stimme dem hessischen Zuschauer eigentlich erklären, dass sich einmal im Jahr die Anzahl der Lachse im Schwarm vervielfacht? Man weiß es nicht!
9) Selbstverständlich will Leon B.H. nicht behaupten, dass er den Duden für den enzyklopädiegewordenen Sprachpapst hält. Denn die Rechtschreibreform von 1996 war in ihren Konsequenzen ähnlich zögerlich und zaghaft wie das Zweite Vatikanische Konzil 1962-65. Zu den größten Versäumnissen gehört die eindeutige Regelung der Verwendung von "sein" und "haben" als [in]transitive Verben. Nach wie vor sind die Formulierungen: "er hat gealtert" oder "sie haben gelaufen" zulässig. Wäre stattdessen nicht der folgende Gebrauch logischer: "Er ist gealtert" und "sie sind den Halbmarathon gelaufen und haben sich dabei die Hacken abgelaufen"? Merke: Ich bin zu Base gewechselt, denn ich habe meinen Telefonanbieter gewechselt.
10) Wie das Fernsehen als Multiplikator fungiert, demonstriert seit einiger Zeit ein Wort mit zwei Buchstaben. <Ex> gab es bei uns im vergangenen Jahrtausend v.a. in Verbindung mit Saufen - allerdings in meinen Kreisen ausschließlich bei Schnäpsen: das Glas musste in einem Kippvorgang geleert werden. Heutzutage ist die lateinische Vorsilbe fast EXklusiv (ausschließlich) an die DDR gekoppelt. Die Sprachkuppler wollen damit ausdrücken, dass die DDR garnicht mehr EXistiert (besteht). Warum aber hört man nie etwas über das Exrömische Reich oder die Exfranzösische Revolution oder den Exzweiten Weltkrieg oder die ExSU? Merkwürdig.
11) Großer Beliebtheit erfreut sich sich ein "Schein"-Wort: "An Gesprächsstoff zwischen der griechischen Delegation und der Bundesregierung hat es scheinbar nicht gefehlt." (24.3.2015) Was will uns das gebürenfreie N24 damit sagen? In Wirklichkeit gab es gar nichts zu besprechen? Stattdessen konnten sich die Griechen an einem deutschen Büffet endlich mal wieder satt essen? Und anschließend hat man Monopoly gespielt? Oder: Tsipras, Merkel und ihre Fachleute hatten anscheinend genug zu bequatschen. Die Gespräche haben immerhin fünf Stunden gedauernd. Aber niemand kennt deren Inhalt oder gar irgendwelche Ergebnisse.
12) "Der Nebelparder ist einer der meist gefährdetsten Tiere in dieser Region" (7maxx: Expedition Borneo). Mit diesem doppelten Superlativ hatten wir uns praktisch schon ab- und zu/recht gefunden. Doch den TV-Sprachverhunzern reicht er nicht mehr. Bei all den olympischen Dopingrekorden war LBH im August 2016 erstaunt, im <Himmel über Afrika> (Phoenix) vom "weitest gereistesten" Passagier der Welt zu hören. Zugegeben: für "Gereist - gereister - am gereistesten" - hätte es bei den Olympischen Spielen zwischen 1912 und 1948 sicherlich noch die Literatur-Goldmedaille für den <UniSuperlaKum> gegeben.
13) Werbespots sind in erster Linie Spiel(film)verderber. Sie nervten traditionell nicht nur, weil sie auf den privaten Sendern ständig Spielfilme zerhackten, sondern auch wegen ihrer verlogenen Produktheucheleien. Zur den verstümmelten, anglisierten Satzfetzen und Worthülsen kommt aber seit zwei, drei Jahren eine total bescheuerte Werbeinfinitivisierung der Befehlsform hinzu. Hätte eine dämliche Tussi früher den Lustmolch vor der Glotze direkt aufgefordert: "Registriere dich jetzt kostenlos und verabrede dich mit mir", plaudert nun eine ziemlich nackte, aber genau so dümmliche Pussy unverbindlich: "Jetzt kostenlos registrieren und dein Traumdate klar machen". Mit diesem Undeutsch wird man nicht nur im Sexgewerbe, sondern Querbeet in allen Branchen (("bei Technik-Fragen Tech-Nick fragen") belästigt, so als handelte es sich um eine linguistische Seuche. In Wirklichkeit wendet die Werbebranche lediglich das Copy-&-Paste-Verfahren an.
Fazit: Fernsehen ist ein tägliches Geschäft. Und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Um dauerhaft vor der Fernsehkamera oder am Sendermikrofon zu arbeiten, muss man sicher "brauchbar" aussehen sowie schnell und ausdauernd plappern können. Selbstkritik oder eine germanistische Ausbildung wären da nur störend. Stattdessen übernimmt man besonders gerne falsche Begriffe voneinander. Haben sich diese erst einmal im TV-Wortschatz etabliert, bilden sie einen Spachvirus, gegen den kein Kraut gewachsen ist. Euer Webmaster ist da von einem ganz anderen Kaliber. So erlaubt er sich zum Beispiel - dudenwidrig - in einer entspannten Atmosfäre bei Kapputschino und Kwetschenkuchen scharmant und synkron zu filosofieren. Schließlich hat man in anderen Ländern auch keine Hemmungen, die Schreibweise von Fremdwörtern an die einheimische Aussprache anzupassen.
 
9. Juli 2015
Kinderfleisch für Hundebestien
Seit Jahrhunderten fallen keine Wölfe, sondern gefährliche Hunde über Menschen her.  Viele von ihnen wurden und werden auf Menschen abgerichtet. Auch Leon B. Haardt kann sich daran erinnern, wie er als etwa 9jähriges Kind, auf der Straße Fußball spielend - was damals auf dem Land (an der Pfälzer Oberhaardt) noch möglich war, von einem Schäferhund angefallen wurde. Durch den Zaun hinddurch hat er mir in die rechte Schulter gebissen. Schreiend bin ich zum 400 m entfernten Krankenhaus gerannt, wo ich rasch versorgt wurde. Zwar sind damals keine bleibenden Schäden zurück geblieben; doch von diesem Zeitpunkt an hatte ich Angst vor großen Hunden. Bis dahin waren mir Hunde eher gleichgültig. Später entwickelte ich dann zur Angst noch einen gewaltigen Hass gegen die Halter. Heute ist bei LBH nur noch eine gewaltige Abneigung gegen Hunde und Halter übrig geblieben.

Die seelischen Folgeschäden werden von den Medien gerne übersehen, wenn sie von Hundeattacken berichten. Wieso, fragt sich der Beobachter, können beißwütigeHunde im 21. Jahrhundert immer noch über hilflose Personen herfallen und sich - wie bei dem zweijährige Mädchen - in sie verbeißen? Ja, jedes verdammteBundesland hat seunen Maulkorberlass. Wie man diesen umgehen kann, ueigt das vorliegende Beispiel. Schuld an der Kindesmisshandlung sind hier keine Pödofilen, sondern korrupte Politiker, die der Hundelobby die gewpnschte, verwössert Verordnung zubereitet haben. Verantwortungslose Hundehalter und unfähige Ämter haben damit freie Bahn.
Früher hat man die Beißer nach einer solchen Tragödie standrechtlich erschossen. Heute landen sie im Tierheim, weil sich alle zuständigen Stellen einig sind, dass nicht dad Tier, sondern der Mensch für das Verhalten der Hunde verantwortlich ist. Entsprechend hätte man ja auch nicht den Kampfhund sondern seinen Halter erschießen müssen. Kommt dieser wenigstens in den Knast? Unter keinen Umständen. Beißattacken sind Un- und damit Versicherungsfälle. Wehrlose Kleinkinder und andere Betroffene haben in Deutschland einfach Pech gehabt. Das ist Tradition in diesem Land: die Täter werden geschützt, die Opfer ignoriert. Kein schönes Land in dieser Zeit!
 
8. Januar 2015
Politheuchelei: die Oppermänner
Was führende deutsche Politiker derzeit mal wieder an übelsten Lügen verbreiten, ist unerträglich. Stellvertetend für die Politlügner hat der SPD-Fraktionsvorlügner im Bundestag, Thomas Oppermann, im ZDF-Morgenmagazin (8. Januar) dreist behauptet:
F) in Deutschland fehlten sechs Millionen Facharbeiter;
I) die Attentäter gegen ein Pariser Satiremagazin hätten mit dem Islam nichts zu tun;
P) die Pegida-Demonstranten seien verblendete Irrläufer, die nicht wüssten, was sie tun.
Das sind die unsäglichen Lügen dieses ehemaligen Richters und anderer Politpromis. Die Wahrheit ist eine andere.
Die Anfänge von Charlie Hebdos Islamismuskritik (links) und Mohammeds Meinung über die fundamentalistischen Islamisten (rechts)
zu F) Ende des Jahrzehnts könnten bis zu 1,4 Millionen Facharbeiter fehlen, heißt es im Mint-Frühjahrsreport 2013. Bei mathematisch-naturwissenschaftlichen Akademikern sei bis zum Jahr 2020 nur eine Lücke von 156000 Fachkräften zu erwarten. Die Zahl der Mint-Akademiker ist von 2005 bis 2010 um 295000, die Zahl der erwerbstätigen Mint-Akademiker über 55 Jahren um 108000 (34,1%) gestiegen. Durch gezielte Maßnahmen bei Hochschulanfängern, Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Älteren und von Frauen sowie Zuwanderung hat sich die Lage deutlich entspannt, so die Entwarnung des Handelsblatts (vom 8. Januar 2015). Auch die Bundesagentur für Arbeit sieht derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, seit geraumer Zeit aber einen Mangel in zahlreichen Ingenieurberufen wie in der Maschinen- & Fahrzeugtechnik.
Fiktion oder Zukunftsvision?: Im Jahr 2022 steigt über Paris der Halbmond auf, die grüne Fahne des Islam wird gehisst. Frankreich hat seinen ersten muslimischen Präsidenten, der die laizistische Republik aufgekündigt und einen islamischen Gottesstaat samt Patriarchat und Polygamie installiert hat
zu I) Weswegen haben diese Terroristen wohl die Redaktionsräume von <Charlie Hebdo> gestürmt und ein Blutbad angerichtet? Weswegen haben sie wohl "Allah ist groß" und "Wir haben den Profeten gerächt" gerufen? Dieser Anschlag richtet sich eindeutig gegen die wiederholte Islamismuskritik und den Abdruck von Mohammed-Karikaturen (u.a. der dänischen Zeitung <Jyllands-Posten>). Ein Titelblatt zeigte z.B. Mohammed in einer Pose schierer Verzweiflung - den Kopf in die Hände vergraben - unter Anspielung auf Selbstmordattentäter, die sich im Namen des Allmächtigen in die Luft sprengen. Im März 2006 druckte das Magazin ein Manifest gegen Islamismus ab, das u.a. Salman Rushdie und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali unterzeichnet hatten. 2011 gab es zum Wahlerfolg von Islamisten in Tunesien eine Ausgabe namens <Scharia-Hebdo>. Als Gastredakteur wurde scherzhaft <Mohammed> angegeben. "Wenn ihr euch nicht totlacht, gibt es 100 Peitschenhiebe!", hieß es auf dem Titel. 2012 gab der islamfeindliche Film <Die Unschuld der Muslime> Anlass zu einer weiteren Mohammed-Karikatur. Die französische Regierung musste nach gewalttätigen Protesten 20 Konsulate in arabischen Ländern schließen. 2013 ließ der Chef-Satiriker <Charb> eine Comic-Biografie von Mohammed veröffentlichen, die den muselmanischen Profeten u.a. nackt darstellt. Zuletzt wurde dar neue Roman eines französischen Skandalautors mit dem Titel <Unterwerfung> vorgestellt, der das Szenario einer Islamisierung Frankreichs unter einem muslimischen Präsidenten entwirft. Die brutale Exekution eines verwundeten, am Boden liegenden Polizisten per Kopfschuss schürt den Verdacht, dass es sich bei den Tätern um ISIS-Rückkehrer von den Kämpfen in Syrien und dem Irak handelt. Glaubt Oppermann privat eigentlich auch, dass der Anschlag keinen islamistischen Hintergrund hat oder belügt er nur aus ideologischen Gründen die Öffentlichkeit?
Religionsstifter (fast) wie Gott sie schuf - mit einer kleinen Einschränkung: für Buddhisten gibt es ja gar keinen Gott. Übrigens: alle sechs Persönlichkeiten haben - fiktiv oder leibhaftig - in Asien gelebt.
zu P) Wenn patriotische Europäer (in Dresden) gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEgIdA) demonstrieren, protestieren sie gegen eine verfehlte deutsche und europäische Asyl- und Einwanderungspolitik und eine schleichende Islamisierung Europas. Nein, die verbreitete Unzufriedenheit mit der etablierten Politik und den hofberichterstattenden Medien gefällt den Herrschenden ganz und gar nicht. Wie die Nazis dulden sie keine Aktionen mit abweichender politischer Meinung. Am liebsten würden sie diese Störenfriede in ein Konzentrationslager stecken. Dumm nur, dass der Rechtsstaat derartige Säuberungen verhindert. Oder? Könnte das US-KZ Guantanamo nicht vielleicht doch ein Vorbild für ein entsprechendes deutsches Internierungslager sein? Dumm nur, das die PEgIdA-Bewegung bereits im Namen den Islamismus ablehnt.
Euer Leon B. Haardt empfiehlt: Zum Teufel mit den Oppermännern!
Karikatur eines sprachlosen Mohammeds der dänische Zeitschrift Jyllands-Posten

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