Die allseits beliebte Homepage Leon Haardts Lonely Hearts Club bietet einen multimedialen Marktplatz für alles Überflüssige, Sinnlose, Irr- und Surreale, grenzt sich aber kategorisch ab von wirren Irren, entrückten Verrückten und gefloppten Bekloppten.

Leon B. Haardts Satire-Blog 2014
 
12.06.-26.06. 2014: LBHs 22 Randnotizen zur Gruppenfase der Fußball-WM 2014
XXII   anstelle der K.o.-Runde eine ernste Bemerkung zum Austragungsmodus: zu den Hauptgewinnern gehören die geldgierige
         Krake FIFA (geschätzte 4 mrd €) und internationale Konzerne; WM-Loser sind die enteigneten Hausbesitzer, die Armen, 
         die am WM-Vorbereitungsrummel nicht partizipieren durften, sowie das brasilianische Gesundheits- und Bildungssystem
XXI    nicht zuletzt hat LBH die TV-Experten im Visier: Welke-Repeater Oliver Kahn (reif für die Brazilbanane) präsentiert seine
         Bestätigungsrhetorik (ZDF), Pseudochemotherapiepatient Mehmet Scholl (ARD) seine Glatze und sein Genöle (tendenziell
         Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom); zu Giovane Elber (ARD) lässt sich wegen dessen Portugeutschs leider nichts sagen
XX     die größten deutschen Luschen sind Mesut "Ballverschenk" Ösil und Sami "Nichtsnutz" Khedira: der Enkel eines
         Wandertürken weiß nie, was er mit dem Ball machen soll, so dass er jeden zweiten dem Gegner schenkt; der Sohn eines
         Tunesiers spielt derart hilflos, dass er durch jeden beliebigen Mittelfeldspieler der zweiten Liga ersetzt werden könnte
XIX    ein Wort zu den theatralischen Behandlungspausen auf dem Spielfeld: als es Torleuten noch verboten war, den Ball
         durch den Strafraum zu tragen, mussten Spieler zwecks Erster Hilfe notfalls unverzüglich vom Platz getragen werden
XVIII  was ist mit Mauscheleien bei den 3. Gruppenspielen? Der Jogipath hat bereits am Tag nach der blamablen 1. Halbzeit
         gegen Ghana in der Pressekonferenz ein Unentschieden gegen seinen schwäbischen Boyfriend Kliensi in Aussicht gestellt
XVII   ohne japanischen Heimschiedsrichterfuzzi (Brazilschwalbe) und mit 5 Zentimeter längeren Armen ihres Torhüters hätten
         Kroatiens Kockasti gegen Brasiliens Seleção im Eröffnungsspiel 3 Tore weniger kassieren und 3 Punkte mehr einfahren
         können; der Hölländer Björn Kuipers annulliert mitten im Jubel der Franzosen über ihr sechstes Tor durch Karim Benzema
         in der 94. Minute diesen Treffer: er habe (idiotischerweise) die Partie [SUI-FRA 2:5] bereits abgepfiffen; seit 1954 gab es 
         kein Turnier mehr mit so vielen Schiri-Fehlentscheidungen: Verzicht auf Gelbe Karten (Schwalben, absichtliche Fouls,
         Übertreten der Schaumlinie, Meckern), falsch angezeigte Abseitspositionen, nicht bzw. zu Unrecht gegebene Strafstöße
XVI    der verplapperigste Moderator ist heute-Show-Master Oliver Welke (OW): "endlich ist ihm der Kragen geplatzt" (auf
         Reporterspruch <... ist ihm der Knoten geplatzt>) oder O Weh: "... der pinkelt Eiswürfel" (zu <wenn der unter die Dusche
         geht, regnet es Eiswürfel>) oder Oh Weh: "das war der Trainer von Algerien" (nach Interview mit Mannschaftskapitän)
XV     die kuriosesten WM-Reporter-Sprüche: Brüllschocker Oliver "Uruguay-Zittern-Hoffen-England" Schmidt (ZDF) über
         das spanische Tiquitaca4: <Ich mag mich da noch etwas gegen scheuen oder wehren, wie der Weltmeister so filetiert5
         wird> [bei ESP-NED 1:5]; Béla "Fantast" Réthy (ZDF): <.. ein Null zu Null, das sich anfühlt wie ein Null zu Null> und:
         <Neymar führt schon nach einem Spiel die Torschützenliste an>[bei BEL-RUS] ; Wichtigtuer Thomas "Q" Wark (ZDF)
         beobachtet zwei algerische Angreifer mit (frei erfundenem) <doppeltem Doppelpass>; mit Wortwitz begossen outet sich  
         Gerd "Kreischpudel" Gottlob (ARD): <die Griechen kriechen3 mal wieder ein frühes Gegentor bei einer WM> oder: <der
         wollte nicht mehr den Ball, der wollte nur noch das Bein> [nach einem absichtlichem Foul im Spiel COL-GRE 3:0] oder:
         <das Spiel ist besiegelt> und: <er macht den Satz zu> [nach dem dritten Tor der Mexikaner im Spiel CRO-MEX 1:3]
XIV    am meisten nervt der Dreck & Krach der Vollpfosten in Berlin: wenn 'ihre' Mannschaft gewonnen hat, ist die Hölle los:
         hupende Autokorsos, Geböllere mit Sylvesterkrachern, Gegröle bis tief in die Nacht, Touristraßenmüll und Eckenpisserei
XIII    Löws geschossene Böcke allein in diesem Jahr: knipserloses Spielsystem; Pannen- & Patzer-Neuer statt Weidenfeller;
         vorzeitige Ausmusterung von Torjäger Gomez; Hemmung des Mittelfeldes durch Bremsklotz Lahm (Nomen est Omen);
         Duldung von Alibi- & Angsthasen-Fußball (v.a. durch Muffengänger Mertesacker); fehlende Promotion eines Spielmachers
XII     ungekürter Mister WM 2014: wertvollster Spieler bisher ist Mexikos Torhüter Guillermo "Memo" Ochoa aus Guadalajara, 
         der gegen die powerplaymäßig angreifenden Brasilianer ein unüberwindliches Zauberbollwerk mit Blitzparaden darstellte
XI      <das hauteng geschnittene Gewebe sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskulatur>, [v]erklärt ein Ausstatter-
         Quatschkopf den Fußballmodetrend; Blödsinn!: tatsächlich soll das lesbische lästige Trikot-Grabschen erschwert werden
X       müdes Gekicke in der Partie GER-POR: bisher schwächstes Spiel der WM; wiederholt minutenlange Zuschauerpfiffe wegen
         Unsportlichkeiten, Stand- & Schlafwagenfußball [LAHMes Mittelfeld]; ARD-Schönfärber Gerd Gottlob mit rosaroter Brille
IX      Unverständlich, dass man angesichts der 'Malstunden' (Poschi zu den Freistoßdistanzmarkierlinienschaumsprühereien) 
         immer noch nicht die tatsächliche Spielzeit (z.B. 2x30 min) laufen lässt anstelle der frei erfundenen Nachspielzeit
VIII   "Bildführung in Brasilien bevorzugt Totale": auf kleineren Bildschirmen ist der bewegte Ball nicht zu sehen; Spielszenen
         in Ausschnittvergrößerung sind rar; häufiger werden untätige Spieler oder Zuschauer in Großaufnahme gezeigt: ärgerlich!
VII     verfolgt man ein WM-Spiel mit WLAN, Zattoo und Xperia Z Ultra, bedeutet 'live' 18 Sekunden Verzögerung, so dass man
         z.B. beim Public Viewing jede beliebige Szene in der verkleinerten Wiederholung begutachten kann: wie geil ist das denn!
VI      Ex-DFB-Boss Zwanziger rügt seinen Nachfolger Niersbach wegen dessen ungemeinnütziger Vergütung2 und politischer
         Instinktlosigkeit (keine Stellungnahme für Antifaschismus und gegen Verbrechen der argentinischen Ex-Militärjunta1
V       diese WM ist der Hit, jedenfalls bisher: kein einziges 0:0; 28:8 Tore entspricht 3,5 pro Spiel; fast alle Begegnungen sehr
         angriffslustig und sehenswert; der Siegeswille ist größer als das Verhindern von Gegentoren um jeden Preis: weiter so!  
IV      deutsche Wertarbeit in der kämpferisch-spannenden Partie URU-CRC: ein launiger Tom Bartels (als ARD-Kommentator)
         verzichtet auf Stenogrammstil & Frasendrescherei und Schiedsrichter Felix Brych glänzt mit cool-souveräner Spielleitung
III     zwei Videobeweise pro Team und Halbzeit könnten die Anzahl eklatanter Fehlentscheidungen v.a. nicht-europäischer
         Referees bei Abseitsstellung, abgepfiffenen Toren sowie falsch geahndeten Fouls und Schwalben deutlich verringern
II      zu viele großkopferte Betrüger in der Beletage von Bayern München?: Steuerhinterzieher Uli 'Selbstanzeig' Hoeness,
         vorbestrafter Uhrenschmuggler Karl-Heinz 'Rolex' Rummenigge, WM-Vergabe-korrupter Franz 'Gazprom' Beckenbauer ...
I        Dauerregen in Natal [an der semiariden NO-Küste, wo portugiesische Jesuiten & Soldateska im 16.-18. Jhdt. die Tupi u.a.
         indigene Völker wie Ungeziefer vernichtet haben]: Finkes Kameruner Löwen verlieren mindestens 0:3 gegen Mexiko
Erläuterungen: 1) 30000 Menschen hat die argentinische Militärjunta 1976-83 ermorden lassen, darunter zahlreiche Deutsche
                      2) der Fulltimejob des DFB-Präsidenten muss wegen des steuergünstigen Verbandstatuts der Gemeinnützigkeit
                          'ehrenamtlich' ausgeübt werden und dürfte daher nicht mit 'sechsstelligen Beträgen' vergütet werden
                      3) kriechen (kriegen), Siech (Sieg), Jachtschein (Jagd~): 3 Beispiele für falsche, weil norddeutsche Aussprache
                      4) Spielweise (Kurzpassspiel, fast ständiger Ballbesitz) mit der Spanien 2008-12 Welt- & Europameister wurde
                      5) unter Filetieren versteht man das Heraustrennen des Fleisches seitlich des Rückgrats eines Schlachttiere
 
16. Juni 2014: Wegwerfmädchen: werft den Tatort auf den Müll
Euer Webmaster LBH hat sich erlaubt, sich ausnahmsweise einmal eine Tatortfolge zu Gemüte zu führen. Interessante Überschrift, spannendes Thema, glaubt man wenigstens: ein Krimi, der sich mit Zwangsprostitution und Menschenhandel beschäftigt. Wie Drehbuchschreiber ein solches Thema jedoch ruinieren können, ist unglaublich, aber wahr, wie die folgenden Kritikpunkte zeigen werden.
1) Warum muss eine in die Jahre gekommene Kriminalhauptkommissarin unbedingt mit einem Journalistenjüngling befreundet
    sein, der völlig andere Interessen hat, mit dem sie sich offensichtlich nur im Bett versteht (ohne dass eine Nacktszene
    erforderlich wäre)? Und warum ist am Schluss urplötzlich wieder alles heile Welt, nachdem sich beide 90 Minuten lang
    auseinander gelebt hatten? > Keine Antworten 1+2
2) Warum werden Szenen mit Freund, mit Mutter und mit Kind eingebaut, die mit der Handlung nicht das geringste zu tun
    haben? Ganz zu schweigen, von Füllszenen, in denen der Freund seiner Arbeit (Immobilienreportage) nachgeht! Gibt dieser
    Themenkomplex tatsächlich nicht genug Stoff für anderthalb Stunden her? > Keine Antworten 3+4
3) Und zu allem Überfluss muss der Oberstaatsanwalt auch noch in die kriminellen Machenschaften verstrickt sein und von
    einem Obergangster erpresst werden. Sind solche abwegigen Ideen wirklich notwendig, um einen Spielfilm in deutschen
    Ermittlungs- und Strafverfolgjungsmilieu spannender zu machen? > Keine Antwort 5
4) Weil der Oberstaatsanwalt nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann (nur eine leere Drohung von Charlotte Lindholm
    alias Maria Furtwängler), hat Werauchimmer ihn ermordet und aufgehängt. Dem Zuschauer soll wahrscheinlich suggeriert
    werden, er hätte Selbstmord begangen. Doch das wäre so (in der Oper während der Aufführung von La Traviata - oder war es
     Cosi fan tutte?) technisch kaum möglich gewesen - oder? Außerdem gab es keinen Grund - oder? > Keine Antworten 6-8
5) Zwei Prostituierte werden ermordet und auf einer Müllhalde entsorgt. Die eine ist mausetot, die andere ... putzmunter und
     fit wie ein Turnschuh. Wie bescheuert ist das denn? > Keine Antwort 9
6) Die putzmuntere Russin bekommt Besuch von ihrem russischen Vater, der mit ihr nach Hause fliegt. In Russland kommt
    jedoch nur der Vater an, der seinem Enkel erzählt, dass die Mutter noch arbeiten muss und erst ein Jahr später nach Hause
    kommt. Wer soll das verstehen? > Keine Antwort 10
7) Der hochkriminelle Menschenhändler, Barbesitzer, Zuhälter und Bandenchef darf coole Sprüche klopfen und bleibt
    ansonsten unangetastet. Warum verlangt das Drehbuch, dass nicht er dingfest gemacht wird, sondern ein saudämlicher
    Kandidat für die Aufnahme in den Schwarzlederclub Hunnen namens Donner Littchen (dessen Anwalt eine Bewährungsstrafe
    frohlockend prognostiziert)? > Keine Antwort 11
8) Was soll der Zuschauer mit einer Schlussszene anfangen, in der weitere leicht[beklleidet]e Mädchen in einen Transporter
    geworfen werden, in dem sie regungslos liegen bleiben? Sind sie tot? Keine Antworten 12+13
Eins ist aber klar: 913 Folgen in 44 Jahren sind genug. Schluss mit Tatort-Rätseln! Boykottiert diesen Scheiß!!!
 
6. Juni 2014: Die Stecknadel-Aliens im kosmischen Heuhaufen
Ständig werden in TV-Astrosendungen bei n-tv, N24, Phoenix und ZDFinfo Hoffnungen geweckt, Kosmologen, Astrofysiker und sonstige SF-Spinner stünden kurz vor der Entdeckung außerirdischer Intelligenz. Diese Propaganda hat mit der Realität nichts zu tun. Die häufig und rein spekulativ geäußerte Vermutung, allein in den 200 Milliarden Sonnensystemen unserer Milchstraße müsse es Millionen von in der habitablen Zone ihre Sonne umkreisenden Planeten mit hoch entwickelten Lebensformen geben, entbehrt jeder Grundlage.
Es sind einfach zu viele Voraussetzungen erforderlich, damit Planeten mit intelligenten Lebewesen zustande kommen:
A) Das entsprechende Sonnensystem muss sich in unserer Galaxie befinden, da habitable Planeten außerhalb der Milchstraße
    technisch (Weltrauminfrarot- & Röntgenteleskope) nicht zu finden sind und die Entfernungen zu groß wären, um eine
    zeitnahe Kommunikation zu ermöglichen.
B) Das gesuchte Sonnensystem muss sich in einer Region der Milchstraße befinden, in der sich durch eine vorausgegangene
     Hypernova genügend schwere Elemente gebildet haben.
C) Ein geeignetes Sonnensystem muss weit genug vom supermassiven schwarzen Loch im Milchstraßenzentrum entfernt sein,
     um nicht in seinen Sog zu geraten. Und es darf sich nicht in einer für die diffuse Weltraumstrahlung (v.a. Gammastrahlen)
     ungeschützten Kulminationsposition bei der vertikalen Pendelbewegung innerhalb ihres Milchstraßenarms befinden.
D) Die jeweilige Sonne muss ein Mittelalter mit stabiler Kernfusion in ihrem Inneren erreicht haben, in dem noch keine
     expansiven Sterbeprozesse stattfinden.
E) Der Planet muss in einer Entfernung seine Sonne umkreisen, die als habitable Zone bezeichnet wird. Nur dann sind einige
     essentielle Bedingungen erfüllt, wie eine die Fotosyntese (sprich Sauerstoffproduktion) ermöglichende Strahlung.
F) In der Frühzeit des jeweiligen Sonnensystems muss ein Zwerplanet im habitablen Planeten eingeschlagen sein, dessen Achse
    dadurch schräg gestellt und aus dessen Massengesteinsauswurf ein stabilisierender Mond geformt wurde.
G) Der Planet muss im Verhältnis zu seiner Sonne eine der Erde vergleichbare Größe aufweisen (sonst kommen einige der im
     Folgenden aufgezählten Voraussetzungen nicht zustande).
H) Durch ein großes Bombardement müssen Asteroiden Wassermassen zum habitablen Urplaneten transportiert haben, die -
     bedingt durch ein geeignetes Klima - dauerhaft in flüssiger Form einen Großteil der Oberfläche des entdeckten Exoplaneten
     bedecken. Dadurch kann genug trinkbares Wasser generiert werden. 
J)  Im jeweiligen Sonnensystem muss ein in der Regel gasförmiger, äußerer, jupiterähnlicher Planet die großen, in Richtung
     des habitablen Planeten wandernden, zerstörerischen Asteroiden abfangen.
K) Nur in der habitablen Zone der Milchstraße sind radioaktive Elemente in ausreichender Menge  vorhanden, um auf einem
    Planeten Plattentektonik in Gang zu bringen und zu halten. Diese ist im wesentlichen für Oberflächenrelief, Wasser-Land-
    Verteilung und Makroklima verantwortlich ist.
L)  Nur Planeten mit flüssigem Eisenkern können einen Geodynamo mit Magnetosfäre aufrecht erhalten, die die Oberfläche vor
     gefährlicher Partikularstrahlung des zentralen Sterns (Sonnenwind) abschirmt.
N) Der habitable Planet benötigt eine sauerstoffreiche, wasserdampfhaltige Atmosfäre mit Ozonschicht, die höher entwickelte
     Lebewesen vor gefährlicher UV-A-Strahlung (z.B. Hautkrebs, DNA-Schäden) schützt.
O) Auf dem Planeten muss die Entstehung und Entwicklung des Lebens in Gang gesetzt worden sein - bis hin zu höher
     entwickelten Lebewesen, wie z.B. intelligente Insekten, die in der Lage und willens sind  mit anderen, extrasolaren
     Lebensformen zu kommunizieren.
P) Keine Naturkatastrofen dürfen das Leben auf dem habitablen Planeten dauerhaft ausgelöscht haben. Allerdings muss 
    man davon ausgehen, dass intelligente Lebewesen - wenn überhaupt - nur während eines kleinen Teils der jeweiligen
    Planetengeschichte existieren.
Keine einzelne Bedingung mag eine kosmische Rarität sein. In der Gesamtheit gleicht ihr Vorhandensein an einem Ort und während eines bestimmten Zeitraums aber einem Wunder. Nein, es gibt keine Millionen von Möglichkeiten, Außerirdische zu entdecken. In Wirklichkeit gleicht die Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI & Co.) der nach einer Nadel im Heuhaufen. Ein Erfolg entspräche einem Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. Man müsste schon Tag für Tag zehntausende von Sternen absuchen, um in den nächsten 1000 Jahren eine kleine, aber realistische Erfolgschance zu haben. Deshalb sagt LBH: 4get it!
 
1. Juni 2014: Wegweisende Vorbilder & Idole
Bei so viel Dreck, Müll und Abschaum, der die Welt verpestet und verschandelt und der von eurem Webmaster immer wieder und unerbittlich angeprangert wird, war es zu allen Zeiten wichtig, dass es Idole und Vorbilder gab, die den Armseligen, Verbitterten, Verzweifelten, Verarmten, Unterdrückten und Geknechteten einen Ausweg oder zumindest den möglichen Weg in eine bessere Zukunft aufgezeigt haben. Zu ihnen gehören zweifellos die folgenden neun historischen Größen: die ptolemäische Königin Kleopatra VII., die sich mit Raffinesse gegen den römischen Imperialismus behauptet hat, der indische Brahmane Siddhartha Gautama, der den Weg der Erleuchung gegangen und als Buddha angekommen ist, Kaiser Barbarossa, dem die Gründung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gelungen ist, der mittelalterliche Outlaw Robin Hood, der Rächer der Enterbten, der sich mit seiner Wegelagerer-Bande in Mittelengland um die Umverteilung von oben nach unten gekümmert hat, die französische Freiheitskämpferin Johanna von Orleans, die die englischen Besatzer vertrieben hat, der hochkreative italienische Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturfilosof, das Allroundgenie Leonardo da Vinci, der als größter Erfinder aller Zeiten gilt, der unerbittliche Deputy-Sheriff und Marshall von Tombstone Wyatt Earp, der den weißen Wilden im nordamerikanischen Westen den Garaus gemacht hat, der toltekische Zauberer Don Juan Matus, der Carlos Castaneda die magische Kraft des Willens gelehrt hat sowie der indische Tantra-Guru Bhagwan Shree Rajneesh, der allen spirituell Suchenden ("Sannyasins") den Weg der geistigen, psychischen und sexuellen Befreiung aufgezeigt hat.
Doch auch heute sind derartige Idole und Vorbilder aktiv und über das Fernsehen allen fanatisch Suchenden zugänglich. Ich meine nicht die Gute-Laune-Verbreiter: den als Comedian agierenden Oberlehrer, Besserwisser und Weltverbesserer Eckhard von Hirschhausen oder die lautstark und rücksichtslos abkackende ablachende Mitsingerin und Bierdeckel-Abfragerin Ina "Witzigwitzig" Müller, auch nicht den geschwätzigen, wetten-dass-gescheiterten, Gäste beleidigenden und Frauen ausbremsenden Südtiroler Möchtegernkoch Marcus Lanz oder die hoffnungslos, kronisch, gern auch schwangerschaftsbedingt schwergewichtige, nicht ungagige Unterhalterin, Talkerin und Chanson-Sängerin Barbara "Drallala" Schöneberger und schon gar nicht die als Conchitawurst trällernde Ösitranse, die sicher alle Geschlechtsidentitätsgestörte (Transsexuelle, Transvestiten und Tunten) anspricht, Normalos aber am Arsch vorbei geht.
Vielmehr denke ich an zwei echte Ausnahmeerscheinungen. Als feminine Lichtgestalt begeistert die zweifellos ebenso ziemlich kleine (1,58 m) wie attraktive Schlagersängerin und Musicaldarstellerin Helene Fischer ein identifikationsbedürftiges, überwiegend weibliches Publikum. Zwar entspricht ihre Zaubermond-Musik aus bisher über 150 veröffentlichten Liedern so gar nicht LBHs Geschmack; aber diese ehrgeizige Russlanddeutsche Jelena Petrowna zeigt, welch gigantische Popularität mit deutschsprachigem Gesang heute immer noch möglich ist. Ihre aufwändigen Live-Shows sind nicht nur ein ein hörens-, sondern auch sehenswertes Erlebnis. Dabei bleibt sie immer authentisch, weil innerhalb ihrer begrenzten stimmlichen, tänzerischen und sonstigen Möglichkeiten. Also kein Vergleich zu Popgöttin Madonna! Zur Zeit ist dieses auch als Moderatorin und Schauspielerin glänzende, dutzendweise preisgekrönte Allroundtalent die absolute Nummer Eins der deutschen Entertainerinnen, obwohl sie einen deutlichen Hang zum Slawosentimentalen hat und ihr dadurch die Witzigkeit z.B. einer Carolin Kebekus völlig abgeht. Gegen sie spricht einzig und allein ihre Liaison mit dem Volkstümler Florian Silbereisen, der allerdings von ihr in jeder Beziehung profitiert.
Besondere Dankbarkeit empfinde ich gegenüber US-Skateboard-Boy Pharrell Williams. Ihm scheint es gelungen zu sein, das jahrzehntelange Generve, das sich Hip-Hop nennt, an den Rand der Musikszene gedrängt zu haben. Ich habe nie verstanden, was Popmusikliebhabern an diesem Gebrabbel, das verharmlosend als "Sprechgesang" bezeichnet wird, gefällt. Für mich ist das weder Gesang, noch Melodie, noch Harmonie, sondern völlig überflüssiges Gequatsche über die persönliche Betroffenheit von Nicht-singen-Könnern. Mir persönlich hat ein einziger Rap-Song gefallen: Shut up! von den BEP. Allerdings nicht wegen Will.I.Am und seinem schlitzäugigen Laberbruder, sondern - selbstverständlich - wegen der erotischen Wahnsinnsstimme von Fergie. Doch seit Happy-Pharrell dürfen Dunkelhäutige, Farbige und Schwarze endlich wieder richtig singen. PW schafft die Voraussetzungen für den chartskompatiblen Rap, für den Mainstream-SoftHipHop. Das ist großartig! Ich wünsche mir eine Soul-Renaissance à la Otis Redding, Curtis Mayfield, Marvin Gaye, Stevie Wonder, Al Green und den Neville-Brothers. Dass einige deutsche Hüpf-Hopper mit kanakösem Hintergrund immer noch von ihrem Gelabere leben können, geht LBH echt am Arsch vorbei.
Zwar sind aller guten Typen drei, doch der/die Dritte im Bunde muss sich seinen/ihren Ehrenplatz an dieser Stelle erst noch erkämpfen. In Sicht ist z.Z. niemand - keine SchauspielerInnen, Models, ModeratorInnen, SportlerInnen ...
 
28. Mai 2014: TV-Müll und Ekel-Egomane Krömer
Geht es euch auch so? Bei so manchen Sendungen mit Live-Image weiß man definitiv nicht, ob es sich um eine echte Live-Sendung, die Aufzeichnung einer Live-Sendung, die Wiederholung einer Live-Sendung oder die Wiederholung der Aufzeichnung einer Live-Sendung handelt. Am häufigsten stelle ich mir diese Frage bei Sportsendungen von Eurosport und bei Infotainment-Sendungen der Dritten Programme der ARD. Dieser Sachverhalt wird offensichtlich deshalb bewusst verschleiert, weil diese Sender aus Werbevertragsgründen den Anspruch haben (müssen), den Zuschauern Vollprogramme anzubieten. Dabei sind sie in Wirklichkeit bei weitem nicht in der Lage, 24 Stunden am Tag ein wechselndes oder gar abwechslungsreiches Programm auszustrahlen.
Besonders Eurosport schreckt nicht vor x-fachen Wiederholungen von Live-Übertragungen zurück. Die restliche Sendezeit wird mit Billard-Sendungen ausgefüllt. Das ist wesentlich preiswerter als sportinteressierten Zuschauern Live-Übertragungen oder Aufzeichnungen von Wettkämpfen weniger im Rampenlicht stehender echter und extremer Sportarten wie Artistik & Akrobatik, Klippenspringen, Base & Bungee Jumping, Unterwasser-Hockey, Haitauchen, Eisklettern oder Big Wave Surfing zu präsentieren. Die ARD übergibt zum Wiederholen diverse Sendungen vom Ersten an seine Spartentöchter EinsFestival und EinsPlus sowie Hollywood-Spielfilme an die Dritten. Ähnlich verfährt das ZDF mit ZDFinfo, -neo und -kultur. Die Dritten der ARD wiederum wiederholen exzessiv ihre Tatortfolgen.
Die meisten Sendungen stehen unter dem Generalverdacht der Wiederholung. Nur in Ausnahmefällen erfährt der Zuschauer, dass er eine Wiederholung konsumiert. So blendet ZDFkultur gelegentlich bei einer zum x-ten Mal wiederholten Folge von Disco oder der ZDF-Hitparade kurz das Datum ein, um zu verhindern, das ahnungslose Zuschauer am Quiz teilnehmen. Die Dritten haben das nicht nötig, wenn sie vormittags ihre Sendung vom Vorabend wiederholen. Ein besonders exzessiver Wiederholer scheint der rbb zu sein. Anscheinend hat der Hauptstadtsender - neben seinen Nachrichten - mit der Abendschau nur eine einzige Live-Sendung. Der Rest setzt sich aus Dokus und Wiederholungen zusammen.
Als rbb-Aufzeichnungen mit ständigen Wierholungen werden Live-Auftritte von Kurt Krömer ausgestrahlt. Protagonist ist der Neuköllner Gesamtschüler, Putzmann und als Herrenausstatter gescheiterte Alexander Bojcan. Seit 2003 ist er mit seinen  Showfolgen unter wechselndem Titel dick im Geschäft. Seine Masche: in Pöbelmanier seine Gäste beleidigen, erniedrigen und dem grölenden Publukum zum Fraß vorwerfen. So frisst er z.B. während des Antitalks Boletten, um dem neben ihm sitzenden contergangeschädigten Opernsänger Thomas Quasthoff Fleischpartikel ins Gesicht zu spucken. Oder er bezeichnet den Spiegel-Journalisten Matthias Matussek als einen "Puffgänger" und ein "hinterfotziges Arschloch“. Für seine zahllosen, hochnotpeinlichen Entgleisungen erhielt er 2011 den Adolf-Grimme-Preis. Ich stehe nun da und weiß nicht, worüber ich mich mehr fremdschämen soll: über den Rotzbengel selbst, seine sechsmalige Nominierung für die erwähnte TV-Auszeichnung oder die damit verbundenen Begründungen wie "absurdes Theater" (sein Anwalt), "Anarchie" (ARD) u.ä. Wenn sich die "Verantwortlichen" gekonntes anarchistisches TV-Theater einmal zu Gemüte führen wollen, empfehle ich z.B. "Raab bekommt auf die Nase" oder den vorgetäuschten Abruch der Live-Show von Jan Böhmermanns Neo-Magazin beim Besuch der großartigen Carolin Kebekus.
In Wahrheit bedient der Hosenträgerträger die niedrigsten Instinkte seiner kleingeistigen Fangemeinde, die ihn dafür bedingungslos bewundert und vergöttert. Wahrscheinlich könnte er so manchem Fän mitten ins freudig erregte Gesicht pissen, wenn er nicht genau wüsste, dass es im öffentlich-rechtlichen TV eine Schamgrenze gibt. So begnügt er sich mit echten Ohrfeigen oder dem Umwickeln des Halses eines Gasts mit einem Absperrband. Für einen Nicht-Krömer-Fan ist diese niveaulose Onanie des Selbstdarstellers Krömer ziemlich abartig. Das einzig wirklich Lustige an ihm ist sein verlogenes Kredo: "Essen und Sex ist für mich das Gleiche: ich tue es allein." LBHs TV-Fazit: Das recycelbaren Müll produzierende Fernsehen ist traurig, aber wahr. Leidtragender ist der durch die Jauchegrube gezogene Zwangsgebührenzahler.

18. Mai 2014 - Hurricane
Bob Dylan: Dies ist die Geschichte von 'The Hurricane', dem Mann, den die Behörden für etwas verantwortlich machten, das er nie getan hat. Sie steckten ihn in eine Gefängniszelle, ihn, der eines Tages Weltmeister hätte sein können.
Pistols shots ring out in the barroom night, enter Patty Valentine from the upper hall. She Cs the bartender in a pool of blood. Cries out: "My God they killed them all". 3 bodies lying there, does Patty C. & another man named Bello moving around mysteriously. "I didn't do it" he says & he throws up his hands. "I was only robbing the register, I hope U understand. I saw them leaving" he says & he stops, "1 of us had better call up the cops"; & so Patty calls the cops & they arrive on the scene with their red lights flashing in the hot New Jersey night. Meanwhile far away in another part of town: Rubin Carter & a couple of friends R driving around. Number 1 contender 4 the middleweight crown had no idea what kind-a shit was about 2 go down, when a cop pulled him over 2 the side of the road, just like the time B4 and the time B4 that. In Paterson that's just the way things go. If U're black U might as well not shown up on the street, 'less U wanna draw the heat. Alfred Bello had a partner & a rap 4 the cops. Him & Arthur Dexter Bradley were just out prowling around. He said "I saw 2 men running out they looked like middleweights; They jumped in2 a white car with out-of-state plates". & Miss Patty Valentine just nodded her head. Cop said "Wait a minute boys this 1's not dead". So they took him 2 the infirmary & though this man could hardly C. They told him that he could identify the guilty men. 4 in the morning & they haul Rubin in, take him 2 the hospital & they bring him upstairs. The wounded man looks up through his 1 dying eye, says "Wha'd U bring him in here 4? He ain't the guy!" 4 months later the ghettos R in flame. Rubin's in South America fighting 4 his name, While Arthur Dexter Bradley's still in the robbery game. & the cops R putting the screws 2 him looking 4 somebody 2 blame: "Remember that murder that happened in a bar?" - "Remember U said U saw the getaway car?" "U think you'd like 2 play ball with the law?" - "Think it might-a been that fighter U saw running that night?" - "Don't 4get that U R white". Arthur Dexter Bradley said "I'm really not sure". Cops said "A boy like U could use a break. V got U 4 the motel job & V're talking 2 Ur friend Bello. Now U don't wanta have 2 go back 2 jail, B a nice fellow. U'll B doing society a favor That son-of-a-bitch is brave and getting braver. V want 2 put his ass in stir, V want 2 pin this triple murder on him. He ain't no Gentleman Jim". Rubin could take a man out with just one punch, but he never did like 2 talk about it all that much. "It's my work" he'd say "& I do it 4 pay. & when it's over I'd just as soon go on my way Up 2 some paradise Where the trout streams flow & the air is nice. And ride a horse along a trail." But then they took him 2 the jailhouse, where they try 2 turn a man in2 a mouse. All of Rubin's cards were marked in advance. The trial was a pig-circus, he never had a chance. The judge made Rubin's witnesses drunkards from the slums 2 the white folks who watched he was a revolutionary bum. & 2 the black folks he was just a crazy nigger. No 1 doubted that he pulled the trigger. & though they could not produce the gun. The DA said he was the 1 who did the deed, and the all-white jury agreed. Rubin Carter was falsely tried. The crime was murder '1' guess who testified. Bello & Bradley & they both baldly lied. & the newspapers they all went along 4 the ride. How can the life of such a man B in the palm of some fool's hand? 2 C him obviously framed couldn't help but make me feel ashamed 2 live in a land where justice is a game. Now all the criminals in their coats & their ties R free 2 drink martinis and watch the sun rise, While Rubin sits like Buddha in a ten-foot cell, an innocent man in a living hell. That's the story of the Hurricane. But it won't B over till they clear his name & give him back the time he's done, Put him in a prison cell but one time he could-a been The champion of the world.
Rubin „Hurricane“ Carter war ein afroamerikanischer Mittelgewichtsboxer, der zwischen 1961 und '66 als Profi aktiv war. Er war ab 1966 wegen Mordes inhaftiert und wurde nach einem rassistisch geprägten Gerichtsverfahren 3-fach zu lebenslangem Knast verurteilt. 1985 wurde er nach Wiederaufnahme des Verfahrens wegen erwiesener Unschuld durch das (eigentlich nicht) zuständige US-Bundesgericht freigelassen. Nach seiner Entlassung setzte er sich mit nimmermüdemEngagement für zu Unrecht Verurteilte ein. Am 20. April 2014 ist er im Alter von knapp 77 Jahren gestorben.

10. Mai 2014: Servicewüste BVG
I) Gekürzte LBH-Beschwerde-E-Mail an die BVG
Gibt es eigentlich irgendeinen, wenn auch noch so lächerlichen Grund dafür, dass die BVG die PC-Software VBB-FahrInfo abgeschafft hat? Ein aufgemotztes Homepage-Design betrachte ich jedenfalls nicht als ausreichende Begründung. Gerade für gehbehinderte ÖPNV-Kunden wie mich war es immer sehr nützlich, Fahrrouten zu Hause ungestört und ohne Hektik zu planen. Ist es nicht schon unverschämt genug, dass das Kundencenter des Berliner Landesamtes für Gesundheit & Soziales für die Jahreswertmarke zur "unentgeltlichen" Beförderung 72 € einstreicht? 
II) Gekürzte Antwort-E-Mail des VBB
Leider wurde die <VBB-Fahrinfo Offline> zum Fahrplanwechsel 2013 eingestellt. Hintergrund ist die deutlich zurückgehende Nutzung in den letzten Jahren. Gleichzeitig wird der Funktionsumfang neuer Nutzeransprüche nicht gerecht (???). In der Offline-Version gibt es bspw. keine Verspätungsinfos, Störungsmeldungen oder barrierefreien Suchmöglichkeiten. Ebenso muss die Offline-Fahrinfo selbständig durch den Nutzer aktualisiert werden, wobei die Gefahr bestand, einen alten Datenstand zur Verbindungssuche zu verwenden. Wir bieten im Gegenzug Alternativen an wie die mobilen Websites von VBB, BVG und S-Bahn.
III) Gekürzte LBH-Antwort-E-Mail an die BVG
Schön, dass Sie mir ausführlich geantwortet haben. Leider trieft Ihre Erkläung vor a) Ahnungslosigkeit, b) Heuchelei, c) Sprücheklopferei und d) Ignoranz.
Zu a [Streichung des PC-FahrInfos]: Ihre Behauptung trifft schon deshalb nicht zu, weil ohne aktuellen Datenbestand eine Verbindungssuche gar nicht möglich war.
Zu b [Rationalisierungsmaßnahmen]: Angeblich "zurückgehende Nutzung" als Rationalisierungskeule einzusetzen hat bei der BVG Tradition. Ich erinnere mich noch gut an eingestellte Buslinien nach 20 h. Bei dieser BVG-Politik wäre es nur konsequent, die Subventionen aus dem Berliner Landeshaushalt ebenfalls zu streichen.
zu c) ["... wird der Funktionsumfang neuer Nutzeransprüche nicht gerecht"]: Keiner meiner Bekannten hat dieses Kauderwelsch bisher verstanden. Is' ja nun auch egal.
zu d [neue BVG-App]: Die BVG-Ersatz-App ist einseitig auf jugendliches Publikum ausgerichtet. Toll, wie die alle in Bussen und Bahnen mit gesenktem Kopf auf ihre Smartphones starren und nicht mehr ansprechbar sind. Damit ist die BVG voll im Trend. Ich empfehle einen TV-Spot mit dem Slogan: "Die alten und behinderten Säcke und Säckinnen kosten die BVG mehr als sie einbringen und sind daher unerwünscht." Dabei sieht man, wie jugendliche Fahrgäste jubelnd die U-Bahn usurpieren, während Rollstuhl-SeniorInnen die Berliner Bürgersteige unsicher machen.
IV) Gekürzte LBH-Anfrage-E-Mail  
Letzten Donnerstag bin ich am U-Bhf. Kurfürstendamm in einen Bus der Linie M19 ein- und an der Bleibtreustraße ausgestiegen. Da alle Sitzplätze belegt waren, fragte ich die junge Frau auf dem Platz vorne-rechts, ob Sie mir ihren Sitzplatz zur Verfügung stellt. Bereitwillig ist sie meiner Bitte nachgekommen, doch der Busfahrer war damit in keinster Weise einverstanden. Laut, unfreundlich und inhaltlich schwer verständlich versuchte er mir klarzumachen, dass ich keinen Anspruch auf diesen Platz hätte.
Hier meine Fragen zum Verhalten und zu den Behauptungen des Busfahrers:
1) Wieso mischt sich der Fahrer ein, wenn ich einen anderen Fahrgast um seinen Sitzplatz bitte?
2) Stimmt es, dass schwer Gehbehinderte wie ich keinerlei Anspruch auf einen Sitzplatz haben?
3) Stimmt es, dass die von innen und außen sichtbare blaue Plakette mit am Stock gehender weißer Silhouette nur von außen
    eine Bedeutung hat, nämlich dass Gehbehinderte vorne einsteigen müssen?
4) Warum ist dieses Schild von innen sichtbar, wenn es nur für einsteigende Fahrgäste von Bedeutung ist?
5) Warum gibt es ein spezielles Hinweisschild für Gehbehinderte, wenn alle Fahrgäste ohnehin vorne einsteigen müssen? Und 
    wieso klebt daneben eine ähnliche Plakette mit einem Rolli, der ja hinten einrollen darf?
Für ein paar klärende Sätze wäre ich Ihnen dankbar, damit mich in Zukunft die Fahrgäste nicht noch einmal wie einen bösartigen Spinner ansehen, wenn ich vom Fahrer zurechtgewiesen werde. 
V) BVG-Stellungnahme zur LBH-Anfrage
Kunden mit eingeschränkter Mobilität können den Bus benutzen. Der Einstieg erfolgt grundsätzlich über Tür 1. Generell gibt es keinen Sitzplatzanspruch. Für mobilitätseingeschränkte Menschen ist jedoch ein Platz freizumachen. Dies erfolgt im beiderseitigen Einverständnis der Parteien und unter Berücksichtigung von Freundlichkeit und Rücksichtnahme.
VI) LBH-Beschwerde zur BVG-Stellungnahme
Ihre Anleitung würde bedeuten, dass ich mich jedes Mal, wenn ich in einen Bus mit belegten Sitzen einsteige, mich von Sitzplatz zu Sitzplatz durchfragen müsste, ob einer der Sitzplatzbesitzer eventuell die Güte hätte, mir den seinen anzubieten. Zu einem solchen psychosomatischen Aufwand in einem fahrenden Bus mit häufig für stehende Fahrgäste ohne festen Halt gefährlich-abrupten Bremsmanövern ist kein schwer Gehbehinderter mit Gehhilfe in der Lage, zumal er unausweichlich spöttischen Bemerkungen durch gewisse Fahrgäste ausgesetzt wäre. Daher ist Ihre Belehrung völlig inakzeptabel.
 
1. Mai 2014: Berliner Unsitten
Unsitten gab es schon immer - in Berlin und anderswo. Ich denke nur mal an den als Tretminen bezeichneten Hundekot auf den Bürgersteigen oder an die Motorrad- und Sportwagenraser. Doch nach der sogenannten friedlichen Revolution, der sogenannten Wende und der sogenannten Wiedervereinigung haben sich die Ossis, die zweite Generation der Fremdarbeiter, die Personae non gratae [illegale Zuwanderer, Asylanten, Grundsicherungsempfänger, Langzeitarbeitslose, Grufties], sowie Gesamt- und Hauptschüler mit Migrationshintergrund einen noch nie dagewesenen Wettbewerb ekelerregenden Verhaltens geliefert wie in die Kniekehle gerutschte Dünnschissschlabberhose, ubiquitäres Speichelgesabbere und üble Sprüche ("Figg disch, Alder", "Du Hurensohn, hasdu meine Mudda Hure genannd", "'Schmach disch fäddisch").
Bald war es üblich, überall auf Straßen und Plätzen im Gehen und Stehen der Qualmerei. Durch horrende Zigaretten-Preissteigerungen wurde dieses Laster sukzessive reduziert. Im Straßenverkehr haben sich die Radfahrer wie Schmeißfliegen ausgebreitet und bevorzugt auf den Bürgersteigen die Fußgänger als Slalomstangen benutzt. Diesem Radrowdytum wird mittlerweile teilweise dadurch EInhalt geboten, dass die Bürgersteige vollgestellt werden mit Tischen, Stühlen, Töpfen mit Pflanzen, Standschildern und geparkten Zweirädern. Von der Unsitte zahlreicher Autofahrer, bei geöffneten Fenstern die Straßen und Häuser bevorzugt mit Türkenmusik zu beschallen und die Bürgersteige an Ein- & Ausfahrten als Parkflächen zu missbrauchen, ganz zu schweigen.
An Ampeln halten viele Autofahrer nicht mehr an, sondern lassen ihren Wagen auf die Fußgänger zurollen. Radrambos rasen mitten durch die die Straße überquerenden Fußgänger. Die Feuerwehr kündigt sich nicht mehr aus der Ferne an, sondern setzt urplötzlich direkt neben dir das Martinshorn als Schockmittel in Betrieb, so dass dir das Tatü-Tata durch Mark und Glieder fährt. Stadtneurotische Politiker haben unentwegt Vorschriften gelockert (zugestellte Bürgersteige, völlige Freiheit für Kinderlärm) oder verschärft (Kneipenrauchverbot) - ohne ein Minimum an Kontrollen. Denn man viel Spaß bei den 1.-Mai-Krawallen!
 
12. April 2014: Inklusion und andere Schulkrankheiten
Was haben deutsche Pädagogen nicht schon alles an Schulformen erfunden: Volks-, Haupt-, Sonder-, Real-, Integrations-, Gesamt-,  Berufs-, Privat-, Waldorf-, Ganztags-, Koedukationsschule, Gymnasium u.v.m. Dahinter stecken Vorstellungen wie:
A) Auf die Benotung der Leistung & auf Klassenwiederholungen wird verzichtet. Die besseren SS helfen den schwächeren,
B).LL stellen nur Informationsmaterial zur Verfügung, während die Schüler selbst festlegen, was sie lernen wollen.
C) In homogenen Klassen werden die SS nach vorgegebenen Lehrplänen undifferenziert unterrichret und individuell bewertet.
D) SS werden ohne Ansehen ihrer Begabung und Leistungsfähigkeit in Klassen zusammen, aber binnendifferenziert unterrichtet.
Seit einigen Jahren geht die Entwicklung in Richtung Integration und Inklusion. SchülerInnen [SS] mit unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Behinderungen sollen binnendifferenziert in ein und derselben Klasse unterrichtet werden. Die Anhänger dieser Ideologie übershen dabei mehrere pädagogisce Erkenntnisse: LehrerInnen [LL] mit der heute üblichen Wochenstundenzahl sind unmöglich in der Lage, Klassen mit 30+x SS so zu ünterrichten, dass Begabte oder gar Hochbegabte angemessen gefördert werden. Vielmehr zeigt der reale Unterricht eindeutig, dass der Lehrplan und die Mehrheit der Mittelmäßigen das Lerntempo bestimmen. Sowohl die begabten als auch  die behinderten und minderbemittelten SS bleiben dabei auf der Strecke. Für Behinderte werden Alibi-Noten und -Zeugnisse erfunden, mit denen sie sich abstruserweise als Normalos um eine Lehrstelle bewerben sollen.
Bei der Festlegung der bestmglichen Schul- und Unterrichtsform müssen ein paar Fakten der Unterrichtspraxis zur Kenntnis genommen werden:
+ In staatlichen Schulen sind hochbegabte Kinder häufig unterfordert, konzentrieren sich deshalb nur wenig auf den
   Unterricht und bekommen deshalb schlechtere Noten.
+ In Privatschulen werden hochbegabte Kinder grundsätzlich gefördert. Die kleinere Schüleranzahl ermöglichen den Lehrern
   besser auf einzelne Schüler einzugehen.
+ Mädchen und Jungen haben ein unterschiedliches, geschlechsspezifisches Lernverhalten. Außerdem führen diverse
   geschlechtsspezifische Besonderheiten im Umgang miteinander regelmäßig zu Konflikten.
+ Jegliche Binnendifferenzierung ist in Lerngruppen mit mehr als 20 SS reine Illusion. Ideale Lerngruppen umfassen nicht
   mehr als 12-15 SS. Le kleiner die Lerngruppe, desto weniger spielen Homo- bzw. Heterogenität, Begabung & Behinderung,
   Geschlecht & Lebensalter sowie Herkunft & Migrationshintergrund eine Rolle.
+ Der Unterricht in größeren, v.a. pubertierenden Klassen wird häufig von einzelnen, renitenten SS blockiert und die Nerven
   der LL übermäßig strapaziert. Jede/r LL muss daher jederzeit die Möglichkeit haben, einzelne lernunfähige bzw. ~unwillige
   SS in eine von Sozialarbeitern betreute außerunterrichtliche Beschäftigungsruppe zu delegieren.
+ LL mit mehr als 20 Wochenstunden haben keine Chance, Unterrichtsstunden und Lernkontrollen angemessen vor- und
   nachzubereiten
+ Die zahlreichen Einflussnahmen auf Unterricht und Lehrer durch Lehrpläne, Schulrat, Schulleiter, Fachbereich, Eltern, Eltern-
   & Schülervertreter, KlassenlehrerIn & KollegInnen unterminieren die Autorität des Fachlehrers, sodass dessen Motivation
   systematisch zerstört wird.
+ Wenn sich SS in großen Pausen nach Belieben in ihren Klassenräumen aufhalten dürfen, werden diese im Sinne der
   Freizeitbeschäftigung umfunktioniert und verlieren dadurch ihre Seriosität.
+ Die PISA-Studien haben dazu geführt, dass von den SS nur noch die relevanten Fächer Mathematik, Fremdsprachen und
   Deutsch ernst genommen werden. In den anderen, unwichtigen Fächern ist kein Unterricht mit ernsthaften Lernkontrollen
   mehr möglich, zumal häufig nur noch eine Stunde  pro Woche stattfindet, so dass viele Lehrer bis zu 500 SS pro Schuljahr
   unterrichten.
Die Lösung der Schulkatastrofe kann nur in einer Richtung erfolgen: Klassen gehören der Vergangenheit an. Der/Die LL unterrichtet in einem einzigen Raum, den er/sie nach fachlichen Gesichtspunkten einrichten (lassen) kann. Er/Sie gibt Thematik und Inhalte zu Beginn des Schul(halb)jahres bekannt und entscheidet, welcher Numerus klausus erforderlichenfalls zur Anwendung kommt. Er/Sie hat jederzeit das Recht, renitente oder überforderte SS aus seinem Raum oder seiner Veranstaltung zu entfernen. Ebenso haben SS das Recht, sich von der Veranstaltung zu exmatrikulieren. Jede/r SS kann ab dem 9. Schuljahr, dem Ende der Schulpflicht, jederzeit die Schule verlassen. Er/Sie erhält ein Abschlusszeugnis mit Angabe der Qualifikation in den belegten Fächern.

8. April 2014:  Backe, backe Kuchen statt Alarmstufe Rot: die
                      Beschwichtigungspolitik des Westens gegenüber Hitler & Putin
                      Kommentar zu den n-tv-Schlagzeilen <USA und Russland einigen sich auf Gespräche> sowie
                      <Von der Leyen: Wir sind der Welt eine friedliche Konfliktlösung schuldig>

Noch heute bekommen britische Politiker rote Ohren, wenn sie auf alten Filmaufnahmen das naiv anmutende Friedensgemurmel ihres damaligen Premierministers Chamberlain ein Jahr vor Kriegsausbruch zu Gehör bekommen. Nach dem Münchner Abkommen im September 1938 hatte Hitler hochheilig versprochen, „keine weiteren Gebietsansprüche“ in Europa zu stellen. Eine Lüge, wie wir heute wissen. Das Abkommen war sein Papier nicht wert. Allzu lange waren die Westmächte Hitlers Friedensgeschwafel auf den Leim gegangen. Und trotz eines verheerenden Zweiten Welltkriegs hat der Westen nullkommanichts kapiert.
Während Obama, Merkel & Co. der Öffentlichkeit abgestufte Maßnahmen gegen Russland vorheucheln, haben sich diese vorlauten Beschwichtigungspolitiker vertraulich längst darauf geeinigt, in Gesprächen mit Russland die Ukraine als Verhandlungsmasse auf den Tisch zu legen. Putin weiß nun: a) Die russischen Rohstofflieferungen sind für die EU unverzichtbar. b) In Washington regieren farbige Softies, die von der russischen Expansionspolitik keine Ahnung haben. c) Die russischen Einsatzkräfte können bequem weitere Gebiete für die Annektion vorbereiten. d) Die geplante, groß angelegte Neorussifizierung kann wahrscheinlich ohne Krieg durchgesetzt werden.
Während die periferen Republiken 1991 aus der Sowjetunion austreten konnten, haben von Russland annektierte Gebiete für alle Zeiten keine Chance mehr auf Souveränität. Jeglicher Separatismus wird der russischen Bevölkerung als "Terrorismus" verkauft und mit jedem erforderlichen Militäreinsatz zunichte gemacht. Die Nordkaukasier können ein Klagelied davon singen. Die betroffenen ehemaligen Sowjetrepubliken und Ostblockländer können nur hoffen, dass Obama von einem Republikaner abgelöst wird, bevor ihr "Kind" von Putin "adoptiert" worden ist. Für die deutschen Außenpolitiker kann Euer Webmaster LBH nur noch Verachtung aufbringen.
 
5. April 2014:  Strategische Bayern-Niederlage
Am 19. Januar dieses Jahres trafen sich Ulrich "Uli" Hoeneß, Ulmer Schwabe und Präsident des FC Bayern München. Lichtgestalt Franz "Kaiser" Beckenbauer, Ehrenpräsident des FC Bayern München, Karl-Heinz "Kalle" Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, Matthias "Motzki" Sammer, Ex-Ossi, alter Bayern-Fan und Sportvorstand, sowie Josep "Pep" Guardiola (auch Pepe, Peppi, Pepsi, Peppili, Bebb, Debb, Bebbe, Baby, Blödi), Katalane und Cheftrainer, heimlich im Eigenheim von Günter "Tratsch" Schütz, Vereinsstratege und Leiter der Schachabteilung ("tratsch" ist die Abkürzung des englischen Wortes [s]trat[e]g[y]). Laut geheimer mündlicher Absprache sollte die Strategie für die Rückrunde der FußballBundesligaMannschaft beraten werden.
Durcheinander: "We are the champions. Mia san mia. Hoch lebe Bebb, der Debb." Einige singen den abgewandelten Refrain von Annett Lousans <Der Depp>: "Herzlich willkommen beim Wettbewerb - Pep ist der größte Depp - Pep ist der Depp - ist der Depp, der den Deppen folgt."
Uli       : "Ruuuhe, ich bitte um HURE RUHE!" [Beim ursprünglich im Text stehenden Wort <Hure> handelt es sich offensichtlich
              um einen Buchstabendreher, zumal keinerlei Gelächter zu vernehmen ist.] "Entschuldigt ist die Abwesenheit von
              Edmund Stoiber, Vorsitzender des Verwaltungsbeirates des FC Bayern München e.V. Er ist in Brüssel unbekömmlich, äh
              unabkömmlich" (brüllendes Gelächter über eine gelungene Persiflage Stoiber-typischer Versprecher). "Das vertrauliche
              Treffen ist eröffnet. Ich erinnere euch an die Schweigepflicht. Leute, ihr wisst, warum wir uns  hier und heute treffen."
Pep      : "Ig Debb nixe wisse."
Kalle    : "Halt die Klappe, Peppi, und mach mal Pippi."
Motzki  : "Das ist lustig. Darf ich mir das aufschreiben?"
Kaiser  : "Nix werd hier afgschrieba. gornix."
Uli        : "Es geht um unsern guten Ruf."
Tratsch: "Was Uli sagen will: Unsere Profifußballer dürfen nicht immer nur gewinnen. Es besteht die Gefahr, dass sich
               irgendwann die öffentliche Meinung breit macht, dass der EffZeh in der Bundesliga keine Konkurrenz mehr hat."
Pep      : "Stimm'dogg. Maggen wir sie alle alle."
Motzki    zu Pep: "Was hat Herr Rummenigge zu dir gesagt, Peppili?"
Pep      : "Weiß ig nix was ist 'pippi'."
Kaiser  : "Pinkeln, schiffen, pissen, brunsen, Wasser lassen. Jo mei, Baby."
Uli        : "Tratsch hat recht. Dann kommt immer der Ruf nach einer Euroliga. Das können wir finanziell nicht gebrauchen."
Kalle    : "Von dem her schlagen Uli und ich vor, dass wir als möglicher Märzmeister ... also mal vorausgesetzt, wir werden   
               vorzeitig ..."
Pep      : "Worauf ihr lasse eine konnt"
Motzki  : "Worauf ihr einen lassen könnt, Blödi." Motzki packt Pep am Kragen und schubst ihn auf die Toilette. Tür knallt zu.
Tratsch   (senkt die Stimme): "Am 29. Spieltag tritt Pepsis Mannschaft beim FC Augsburg an. Da könnten wir uns dann eine
               0:1-Niederlage leisten. Das wären drei wichtige Punkte im voraussichtlichen Abstiegskampf der Schwaben."
Kaiser  : "Und die Punkte bleiben im Freistaat. I' bin dafür."
Alle         anderen (außer Pep): "I' a, i' a', i' a', i' a' "
Uli        : "Also gut, einstimmig beschlossen. Der Matthias wird den Pepe Anfang April an unsern Beschluss erinnern."
Pep         (zurück): "Will Ig wisse, was habe beschließe."
Motzki    singt stattdessen Mickie Krauses <Geh doch nach Hause, du alte Scheiße>.
Uli        : "Die Sitzung ist hiermit beendet. Für mich heute wohl zum letzen Mal."
Alle         (außer Pep & Uli) singen schluchzend den abgewandelten Refrain von Howard Carpendales <.. dann geh doch>:
               "Bleib doch, ich sage dir: bleib doch." Dazwischen weinerliches Schluchzen von Uli mit empathischem Schulterklopfen
               von Pep.
Pep         mit schwer verständichem Gemurmel - vermutlich: "Sebsanseige großes Fehler." Dann lauter: Ware dase democracia
               alemana?
Kaiser  : "<Democracia bavaria>, bittschön. Woast, Bebbe, i' sag scho seit Jahren zu de Leit: 'Beim EffZeh Bayern geht's zua
               wie bei die Mafia'. Da lachen immer alle. Von deni hätt heit heimlich mal einer zuhöra müssa. Ha-ha-ha."
Allen       (außer Pep und der Lichtgestalt) stehen die Haare zu Berge.
Das vertrauliche Gespräch hat Fräuein Schütz heimlich per versteckter Dgitalkamera aufgezeichnet und an ihrem Geburtstag mehreren besten Freundinnen vorgespielt. Über diverse dunkle Kanäle ist dieses Gedächtnisprotokoll zum Webmaster Leon B. Haardt gelangt. Daher alle Angaben ohne Gewähr.

27. März 2014: Matschige Birne?: SPD-Oldies mit Altersstarrsinn
Dass Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi dem Demagogen Putin nach dem Mund reden, ist nicht weiter verwunderlich. Die DDR-Sozialisten waren schon immer der UdSSR und Russland hörig. Dass aber drei ehemalige Führer der deutschen Sozialdemokraten den eigenen, an der Bundesregierung beteiligten Genossen in Sachen Putinscher Landraub in den Rücken fallen, ist schon ein starkes Stück.
Sie heißen Helmut Schmidt (Marine-Hitlerjugend, Wehrmachts-Offizier, SPD-Fraktionsvorsitzender, Altbundeskanzler, Mitherausgeber der Zeit), Erhard Eppler (Mitglied der NSDAP, SPD-Präsidiumsmitglied, Bundesminister; gestern bei Anne Will) und Gerhard Schröder (SPD-Vorsitzender, Altbundeskanzler, Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG [Ostsee-Pipeline].
"Wer hat denen denn ins Hirn geschissen?", war mein erster Gedanke. Wahrscheinlicher handelt es sich wohl um Altersdemenz oder bloße Anbiederei. Trotzdem frage ich mich: Wissen diese Komiker eigentlich nicht, dass der Landraub das Hauptmerkmal der russischen Geschichte darstellt, haben diese Ignoranten vergessen, dass die Russen 1945 Deutschland ein Drittel seines Territoriums entwendet haben?
Ich werde an dieser Stelle nur auf den beliebten Vergleich der Krim mit dem Kosovo eingehen: die Bundesregierung habe den Freiheitskampf des Kosovo unterstützt, bekämpfe jetzt aber den der Krim. Frage: Hat denn das Kosovo zu Albanien gehört und hat sich die vorherrschende Balkanmacht Serbien das Gebiet im Handstreich einverleibt? Oder war die Krim-Halbinsel ein Bestandteil Russlands und hat sich im jahrelangen Befreiungskampf von der vorherrschenden eurasischen Weltmacht losgelöst?
Wenn es so war, sind die Vergleiche berechtigt, andernfalls schlage ich vor, ab sofort jede Dumpfbacke öffentlich auszupeitschen,  die diesen hirnrissigen Vergleich öffentlich anstellt. Wer in Europa eigenmächtig die Grenzen verändert, ohne dafür spürbar und nachhaltig bestraft zu werden, wird vor weiteren Landnahmen nicht zurückschrecken. Hier ist politisches Handeln wichtiger als jede Geschäftemacherei.

26. Februar 2014: Korrupter Profisport
In meiner Jugend hatte ich mehrere deutsche Sportidole - insbesondere aus dem Bereich der Leichtathletik und des Fußballs. Auf deutsche Läufer und Zehnkämpfer konnte man bedenkenlos stolz sein - sie waren Weltmeister, Weltrekordler und Olympiasieger, obwohl es farbige US-, aber keine farbigen afrikanischen Konkurrenten gab. Der 10,0-sec-Weltrekordler und Rom-Olympiasieger Armin Hary war für uns ein Nationalheld, obwohl ihn die deutschen Schweinefunktionäre wie den letzten Dreck behandelt hatten. Auch den 1954-er Fußball-Weltmeistern  galt meine uneingeschränkte Bewunderung, wenngleich viele nach 1954 kaum noch oder gar nicht mehr in Erscheinung traten. Allen voran selbstverständlich Kapitän Fritz Walter, dem genialen Strategen, der auch "seinen" Verein, den 1. FC Kaiserslautern, zweimal zur deutschen Meisterschaft führte. Auch in anderen Sportarten, wie im Ruderachter, Dressurreiten  oder Fechten konnte man immer wieder große internationale Siege mitfeiern.
Mit den Dopingskandalen hat sich für mich die Sportwelt grundsätzlich geändert. Der Jubel bleibt einem manchmal fast im Halse stecken. Heute ist nichts mehr so, wie es einmal war. Und dabei geht es nicht nur um Doping, sondern generell um die Frage, wie heutzutage große Siege zustande kommen. Richtig, die 24. Meisterschaft der Aktiengesellschaft Bayern München ist Anlass für diesen Blog-Artikel. Sieben Spieltage vor Ende der langweiligsten Meisterschaft in der Geschichte der Fußball-Bundesliga sind die Bayern - bei 19 Siegen nacheinander und 52 Ligaspielen ohne Niederlage - frühester Meister aller Zeiten. Was läuft da schief? Warum haben die Müncher keinen Konkurrenten mehr in Deutschland? Hier geht es um eine ganz besondere, erlaubte Art des Dopings. Nicht der einzelne Spieler nimmt unerlaubte Substanzen zu sich, sondern der Verein einverleibt sich leistungsfördernde Spieler. Der Münchner Verein hat in den vergangenen Jahrzehnten systematisch den schärfsten Konkurrenten die Leistungsträger abgekauft. Damit hat er zwar sich selbst nicht immer verstärkt, den Gegner dafür aber stets entscheidend geschwächt. Der verurteilte Betrüger Uli Hoeneß hat diese Strategie, für die er etwa 30 Jahre lang zuständig war, einmal sogar öffentlich gerechtfertigt: Er verstehe die Kritik nicht; wenn die Bayern diese deutschen Spitzenspieler nicht kaufen würden, würden diese Verträge mit ausländischen Vereinen abschließen. Da sei es doch besser, sie blieben der Bundesliga erhalten.
Warum so viele Fans - auch außerhalb des Freistaats - einem Verein zujubeln, der den fairen Ligawettbewerb mit Unsummen von D-Mark und Euro ruiniert hat, ist mir unbegreiflich. Warum die Massen ins Stadion strömen, wenn eine Ansammlung von Multimillionären den Gegner demütigt, kann ich nicht nachvollziehen. Niemand käme auf die Idee einen Federgewichtler gegen einen Schwergewichtler boxen zu lassen. So sind auch die Bayern eine eigene Klasse und sollten mit ManU, AC Mailand, Barca, Real Madrid und ein paar anderen Überfliegern in einer Europaliga spielen. Dann käme wieder Spannung in die Bundesliga. Eigentlich bedauerlich, dass es dazu wohl nie kommen wird. Die in den Profisport eingekehrte Unfairness und die ständigen peinlichen internationalen Auftritte deutscher Sportler (siehe zweite Olympiawoche in Sotschi) haben schon vor Jahren dazu geführt, dass ich mir im TV lieber Astro- oder Tierdokus als Sportwettkämpfe ansehe. Der Profisport hat für mich leider fast jeden Stellenwert verloren. Von der Zirkusartistik und -akrobatik einmal abgesehen.
 
LBH: Die GeStaPo lebt: seit 66 Jahren steht die Bundesrepublik unter Kontrolle in- und ausländischer Schnüffelorgane
31. Januar .2014: "Unser" US-Schnüffelfreund und seine willfährigen deutschen Vasallen
Als ich die Abkürzung NSA zum ersten Mal las, hatte ich unwillkürlich die Verringerungskette NSDAP > NSDA > NSA im Kopf. Dabei hat das Eine (Nationalsozialisten) mit dem Anderen (Nationalistische US-Sicherheitsbehörde) gar nichts zu tun. Viel zutreffender wäre der Vergleich mit der DDR-Staatssicherheit. Ob die NSA mit der Stasi zusammengearbeitet hat, ist zweifelhaft, gesichert ist dagegen die langjährige Zusammenarbeit mit dem BND (Bundesnachrichtendienst). Das erklärt zu einem Drittel die Bagatellisierung der US-Abhörpraxis durch Mitglieder der Bundesregierung und andere deutsche Politiker.
Wie sieht diese eigentlich aus? Der US-In- & Auslandsgeheimdienst überwacht weltweit die elektronische Kommunikation. Schwerpunkt in Deutschland ist die Wirtschaftsspionage sowie die Überwachung der politischen Führungspersonen. Dafür stehen dem militärisch strukturierten Lauschapparat jährlich mindestens 10 mrd US-$ zur Verfügung. Keiner weiß so viel über die NSA wie der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowdon, ehemaliger Mitarbeiter der US-amerikanischen Geheimdienste CIA, NSA und DIA. Für die Aufklärung illegaler Abhörpraktiken in Deutschland wären seine Aussagen unbezahlbar. Aber gerade deswegen stellt der von den USA gesuchte "Spion" für den deutschen Politführungsklüngel eine latente Gefahr dar und ist für die Bundesregierung daher eine persona non grata.
Ob die NSA die globale Bespitzelung mehr von der Gestapo oder der Stasi abgekupfert hat, wird sich wohl nicht mehr klären lassen. Sicher ist aber, dass in Deutschland seit den Zeiten und mit Wissen Adenauers abgehört wird. Das hat jahrzehntelang kaum jemand gewusst und niemanden gestört. Auch dann nicht, als <Der Spiegel> 1989 berichtete, dass auf westdeutschem Boden mit Wissen und Billigung der Bundesregierung "jeder Piepser" abgehört wird. Die bis dahin groß angelegte Vertuschungsaktion beruhte auf den engen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verflechtungen (NATO, Kalter Krieg, Blue Jeans, Coca Cola, Kaugummi, Hollywood, Graffity). Diese allumfassende Abhängigkeit Deutschlands von den USA erklärt zum zweiten Drittel die Arschkriecherei der Bundesregierung gegenüber der US-Administration.
Aber das dritte Drittel der Erklärung der devoten Unterwürfigkeit v.a. von Bundeskanzlerin Merkel gegenüber Obama und Konsorten darf nicht übersehen werden. Es ist die ewige Schuld führender deutscher Politiker gegenüber den "amerikanischen Freunden". Denn sie haben zusammen mit der Royal Air Force des UK insbesondere von Herbst 1944 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs durch den Luftterror des Großen Bombardements v.a. die historischen Stadtkerne von 162 deutschen Städten sinnlos in Schutt und Asche gelegt. Sie haben nach dem Endsieg der Westalliierten zusammen mit den Franzosen, Briten und Russen Deutschland in Besatzungszonen und Berlin in Sektoren aufgeteilt und nebenbei ein Drittel des deutschen Territoriums an die Sowjetunion u.a. Kriegsprofiteure verscherbelt. Sie haben Deutschland mit US-Militärverbänden und Kriegswaffen (Raketen, Atombomben) durchsetzt. Sie haben mit einem Heer von US-Firmen und -Filialen die deutsche Wirtschaft fremdbestimmt. Sie haben mit unzähligen US-Anglizismen die deutsche Sprache verunstaltet. Dafür den Yankees ewige Dankbarkeit - Euer Webmaster LBH.
 

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